Video über die Zeche Auguste-Viktoria in Marl

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Ein Film von Claus Bredenbrock beginnt mit Bildern aus dem 21. Jahrhundert von der Zeche Auguste-Viktoria in Marl. Mit den Kohlengruben der Vergangenheit hat der moderne Steinkohlenbergbau im westfälischen Ruhrgebiet nicht mehr viel gemein. In einem Leitstand „über Tage“ wird die computergesteuerte Arbeit „unter Tage“ überwacht und organisiert.

Das war einmal ganz anders: Deutschland liegt am Ende des Zweiten Weltkriegs am Boden und den Bergwerken in Westfalen kommt für den wirtschaftlichen Erfolg im Nachkriegsdeutschland eine besondere Bedeutung zu. 1957 arbeiten auf 153 Schachtanlagen über 600.000 Menschen. Besonders für die Städte Gelsenkirchen und Bochum wird der Bergbau prägend. Jahreschroniken in Filmbildern, die in diesen beiden Städten entstehen, zeigen harte Arbeit und ein lebenswertes Leben mit sportlichen Aktivitäten in der Freizeit und in dem überschaubaren sozialen Umfeld der Bergmannssiedlungen. Claus Bredenbrock bedient sich hauptsächlich dieser Filme, um die Geschichte des Steinkohlen-bergbaus zu erzählen.

Die Menschen stehen im Mittelpunkt des Filmes des Regisseurs Claus Bredenbrock. Zunächst geht es um den Bergmann als umworbenen Facharbeiter. 20 Jahre später ist aus ihm der buchstäblich "auf Halde" geschobene Arbeitslose geworden. Das Leben auf und mit Kohle steckt im Strukturwandel mit unsicherem Ausgang. Während die Filmbilder von Protestaktionen laufen, bringt es der Gewerkschaftsvorsitzende Walter Arendt 1966 auf den Punkt: "1945, da war der Bergmann ein verhätschelter Mann, da sagte man, er ist der Aristokrat der Arbeitnehmer, er ist der erste Mann im Staat. Im Jahre 1966, da möchte man diesem Bergmann am liebsten in den Hintern treten."
Der LWL hat jetzt die DVD "Auf Kohle geboren" herausgegeben.
Foto: LWL/Orwat

Auf Kohle geboren – Der Steinkohlenbergbau in Westfalen

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