Anwohner in Marl wünschen Informationsveranstaltung zur geplanten Massentierhaltungsanlage in Frentrop

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(Foto: pro Vieh)
 
Schweine in Massentierhaltung mit Spaltenböden. (Foto: BUND)

Die Zahl der Menschen aus Alt-Marl, die sich mehr Informationen über die Ferkelproduktionsanlage wünschen, steigt. Das merkt die Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität in Marl an der Zahl der Anfragen, die an sie gerichtet werden. Geäußert wird dabei zum Beispiel die Angst vor Keimen. Andere Bürger wundern sich über die widersprüchlichen Entfernungsangaben in den Unterlagen, die man im Bauamt einsehen kann. Daher wünschen sich viele mehr Informationen durch eine neutrale Informationsveranstaltung.

Weil ja durch die räumliche Nähe zum Riegefeld viele Menschen betroffen sind, hält auch die Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität in Marl den Wunsch nach einer neutralen Informationsveranstaltung für sinnvoll. Sie haben daher den Kreis Recklinghausen aufgefordert, innerhalb der Einspruchsfrist eine Informationsveranstaltung durchzuführen bzw. die Zuständigkeit für eine solche Veranstaltung zu klären und entsprechende Schritte einzuleiten.

Der Brief an den Kreis Recklinghausen

Sehr geehrter Landrat,
Sehr geehrte Kreistagsmitglieder,
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir schreiben Ihnen als betroffene Anwohner der Siedlung Riegefeld in Alt-Marl, die auch in der Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz organisiert sind. Wenige hundert Meter vor unserer Haustür plant ein Landwirt eine große Ferkelproduktionsanlage, in der mehr als 5000 Tiere untergebracht werden sollen.
Dazu haben wir Bürger viele Fragen, die wir im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung geklärt haben möchten. Leider hat die Stadt Marl uns bei der Bürgerfragestunde am Donnerstag an die Kreisverwaltung als zuständige Genehmigungsbehörde verwiesen. Nun haben wir gesehen, dass bereits am Montag, den 22. Febr. die Kreistagssitzung ist. Da wir nun nicht die in der Satzung vorgegebenen 5 Tage vorher unsere Fragen einreichen können und somit im Rahmen der Fragestunde vorsprechen können, bitten wir hiermit um eine zeitnahe Beantwortung unseres Anliegens. Da die nächste Kreistagssitzung erst im Juni ist und die Einspruchsfrist Ende März endet und somit den Anwohnern jegliche Möglichkeit eines fachgerechten Einspruchs genommen wird, da die Anwohner nicht angemessen fachlich vorab unterrichtet wurden, liegt in diesem eine besondere Dringlichkeit vor.
Unsere Frage lautet:
Wer ist für eine Bürgerinformationsveranstaltung zuständig? Die Stadt Marl hat abgelehnt, gemäß Paragraph 8.2 Hauptsatzung der Stadt Marl eine solche Veranstaltung auszurichten und die Zuständigkeit für eine solche Bürgerversammlung an die Kreisverwaltung als zuständige Genehmigungsbehörde übertragen. Wir bitten Sie, eine solche Veranstaltung durchzuführen oder bei Zuständigkeit in Marl die Stadt Marl aufzufordern, eine solche Veranstaltung innerhalb der Einspruchsfrist durchzuführen.

Wegen der Dringlichkeit bitte wir um eine kurze Information, bis wann wir mit einer Antwort rechnen können.

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Mit freundlichen Grüssen

"MHNV" - Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität in Marl
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