Attac bei der Bündnis-Demonstration "Wir haben es satt!"

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Mit einem eigenen Block unter dem Motto "Menschenrechte vor Profit - UN
Binding Treaty" beteiligt sich das globalisierungskritische Netzwerk
Attac am Samstag in Berlin an der Demonstration "Wir haben es satt!".
Aktive im Attac-Block werden das Motto auch bildlich umsetzen.

„Der Agrarindustrie die Stirn bieten“ will mit der Demo ein breites
Bündnis aus mehr als 50 Organisationen, zu dessen Trägern Attac gehört.
Erwartet werden tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit
Kochtöpfen und Kochlöffeln für eine zukunftsfähige Agrar- und
Ernährungspolitik Alarm schlagen.

"Agrar- und Lebensmittelkonzerne sind immer weiter auf dem Vormarsch“,
sagt Achim Heier vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. „In ihren
globalisierten Produktions- und Lieferketten gehören schwerste
Menschenrechtsverletzungen zum strukturellen Bestandteil ihrer
Profitmaximierung. Menschen, die von diesen Unternehmen in ihren
grundlegenden Menschenrechten auf Nahrung, Gesundheit oder würdige
Arbeit verletzt werden, bleiben schutzlos. Zugleich machen Handels- und
Investitionsabkommen à la CETA und das auf Eis gelegte TTIP
Konzernprofite zu einklagbaren Rechten.“

Hanni Gramann, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis, ergänzt:
„Gerechter Welthandel geht anders. Menschenrechte müssen durchsetzbar
werden und Vorrang vor Konzerninteressen haben. Wir fordern die
Bundesregierung auf, ihren Widerstand gegen die Erarbeitung eines
UN-Abkommens zur Haftung von Unternehmen aufzugeben“. Der
UN-Menschenrechtsrat erarbeitet derzeit ein verbindliches Abkommen zu
Wirtschaft und Menschenrechten (UN-Treaty). Es sieht vor, dass Konzerne
sich nicht länger ihrer Verantwortung entziehen können und sich für
Menschenrechtsverstöße verantworten müssen, auch wenn es sich um
Zulieferfirmen handelt.

* Attac ruft auf zu Bündnis-Demonstration "Wir haben es satt!"

Die Demonstration startet am Samstag um 11 Uhr auf dem Washingtonplatz
in Berlin mit einer Auftaktkundgebung und führt zum
Wirtschaftsministerium in der Invalidenstraße. Nach einem
Kochtopfkonzert zieht sie weiter durch das Regierungsviertel bis zum
Brandenburger Tor, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.
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