Attac * "Wer rettet wen?": europaweite Filmpremiere

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Am Mittwoch feiert der Film "Wer rettet wen? Die Krise als
Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit"
Premiere in mehr als 150 europäischen Städten. Der Film zeigt, wer bei
der angeblichen Rettung Griechenlands und anderer so genannter
Krisenländer wirklich gerettet wird: die großen Banken, für die sich die
angebliche Eurokrise als einträgliches Geschäftsmodell erweist. Das
globalisierungskritische Netzwerk Attac unterstützt den Film von Leslie
Franke und Herdolor Lorenz ("Water makes Money") gemeinsam mit anderen
Organisationen. Attac-Gruppen beteiligen sich an vielen
Premieren-Aufführungen mit Diskussionsveranstaltungen und
Informationsständen.

"Das Ergebnis der griechischen Parlamentswahl ist eine schallende
Ohrfeige für diejenigen, die die bisherige EU-Krisenpolitik zu
verantworten haben – für soziale Bewegungen ist es ein Aufbruchssignal:
Es gibt Alternativen zur von der Troika erzwungenen Austeritätspolitik",
sagte Urs Kleinert von der bundesweiten Attac-Projektgruppe Eurokrise.
"Gelingt in Athen ein echter Politikwechsel, dann ist das ein Signal für
eine andere Politik in der gesamten EU - denn in allen Mitgliedsstaaten
leiden Millionen Menschen unter brutalen, unsozialen 'Reformen'.
"

Die als "Rettung" bezeichnete Strategie ging laut Attac einher mit einer
massiven Umverteilung von Reichtum und finanziellen Risiken: Löhne,
Gehälter und Renten wurden massiv gesenkt, die Steuern für die breite
Bevölkerung (etwa die Mehrwertsteuer) hingegen erhöht. Gleichzeitig
wurden die Unternehmenssteuern vielerorts gesenkt und kaum Anstrengungen
unternommen, die Steuerflucht zu bekämpfen.
Durch den ESM schließlich
wurde sichergestellt, dass jetzt die EU-Staaten – und damit die
Bürgerinnen und Bürger – für die Risiken privater Kreditgeber haften.

Werner Rätz vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis: "Die sozialen
Auswirkungen der vorgeblichen Rettungsmaßnahmen in Griechenland ebenso
wie in Spanien oder Portugal sind katastrophal. Doch Menschen lassen
sich nicht wegsparen. Auf der Straße ebenso wie an der Wahlurne sagen
sie unmissverständlich: Es reicht!"

Überall in Europa gibt es derzeit Aktivitäten der Solidarität mit den
Menschen in Griechenland. Einer der nächsten Höhepunkte wird der
internationale Blockupy-Protest am 18. März in Frankfurt am Main sein,
an dem sich auch viele Attac-Aktive beteiligen. Tausende Menschen aus
ganz Europa werden in Frankfurt deutlich machen, dass sie einen
grundsätzlichen Wandel in Europa wollen und gegen die Verarmungspolitik
der Troika protestieren.
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