Bürgerinitiative Marl-Hüls meldet sich im Stadtrat zu Wort

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(Foto: Dietmar Jeglinski)
 
(Foto: Dietmar Jeglinski)

Mehr als 50 Marler folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative Marl Hüls und veranstalteten eine Protestveranstaltung vor dem Rathaus.
Sie demontrierten gegen die Baupläne für das Gebiet des Hülser Jahnstadions und gegen das Abholzen der Bäume. Zu Beginn der Rats-Sitzung konnten sich Bürgerinnen und Bürger zu Worte melden und Fragen an die Verwaltung richten. Davon machten zahlreiche Anwesende der Bürgerinitiative Marl Hüls Gebrauch und protestierten gegen die Bebauung des Jahnstadions und des alten Waldschul-Geländes in Marl-Hüls. 90 Minuten haben die Bürger ihre Positionen vorgetragen.
Solange hat bisher nie die Bürgerfragerunde im Rat gedauert.

Mehre hundert Bürger haben inzwischen auf Unterschriftenlisten gegen das geplante Bauvorhaben unterschrieben. Das Bauvorhaben im Wald rund um die Ernst-Immel Realschule und dem Jahnstadion bedeutet einen Verlust der grünen Lunge in Hüls. Es sind über 200 exklusive Wohneinheiten für gut betuchte "Best Ager" geplant. Das bedeutet mindestens neue 400 -500 Pkw im Raum, plus dem Lieferverkehr von Online-Handel. Straßen und Ampelanagen sind jetzt schon am Limit, was damit auf den Stadtteil zukommt kann man sich nur vorstellen.

Die Frage, wie viele Bäume gefällt werden wurde nicht beantwortet.

Diese Frage wurde von der Baudezernentin Baudeck wieder nicht beantwortet. Halbwegs intelligenten Mitteleuropäern , die der einfachsten Mengenlehre mächtig sind , müsste es doch eigentlich möglich sein, die Anzahl der vom Bauvorhaben Jahnstadion betroffenen Bäume zu ermitteln. Die Frage nach dem Ausmaß der geplanten Rodungen im Bereich Waldschule und Jahnstadion wurde jetzt schon mehrfach gestellt. Die vagen Auskünfte wie, " wenige " oder " einige " sind langsam nicht mehr hinnehmbar. Offensichtlich ist man nicht in der Lage oder schlimmer noch , nicht gewillt hier offen zu kommunizieren. Man gewinnt langsam den Eindruck, dass es sich hier um bewusste Vertuschungspolitik handelt, um den mündigen Bürger nicht gegen geplante Maßnahmen "aufzubringen".

Die Bürger fordern:

Das von der Stadt absichtlich und fahrlässig der Verwahrlosung preisgegebene Jahnstadion, wird instand gesetzt und dient wieder als Sport- und Begegnungsstätte für Alt und Jung, sowie für den Sportunterricht der angrenzenden Realschüler.

Volkspark in Hüls

Das Waldgebiet rund um das Stadion wird mit dem Gänsebrink zu einem „Volkspark in Hüls“ erweitert. Ein Zebrastreifen an der Hülsstrassenkurve verbindet beide Teile. Der Baumbestand bleibt auf Grund der reichhaltigen Fauna und Bodenflora unangetastet. Die Natur benötigt auch ihren Platz.
Die alte Waldschule könnte ein für Hüls dringend benötigtes Jugendkulturzentrum beherbergen.
Die Abwendung von diesem Bauvorhaben erspart der Natur einen nicht wieder gut zu machenden Schaden. Den Bürgerinnen und Bürgern bleibt die „grüne Lunge Wald“ erhalten. Schüler der Realschule und Anwohner werden jetzt und auch zukünftig von Lärm und Staubemissionen unzähliger, täglich zu erwartender Fahrzeugbewegungen verschont.
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