BUND Ortsgruppe "Westliches Vest" setzt sich für Transparenz bei der geplanten Massentierhaltungsanlage in Marl ein

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Der Kreis Recklinghausen hat auf Drängen des Bund für Umwelt und Naturschutz die Unterlagen zur umstrittenen Ferkelproduktionsanlage in Marl im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Bislang waren die Unterlagen nicht im Netz einsehbar. Dazu ist der Kreis aber durch einen Erlass des Umweltministeriums verpflichtet. Die Unterlagen sind einsehbar unter dem Link:

http://www.kreis-re.de/Inhalte/Buergerservice/_index2.asp?seite=angebot&id=19040

Ferkelproduktionsanlage war Thema beim BUND-Abend


Die direkt vor dem Riegefeld in Alt-Marl geplante Ferkelproduktionsanlage mit rund 5.000 Schweinen war das Hauptthema beim Treffen der Ortsgruppe "Westliches Vest" des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Marl. Dabei kritisierten Anwohner, dass sie sich nicht richtig über das Bauvorhaben vor ihrer Haustür informiert fühlen. Die ausgelegten Unterlagen seien sehr umfangreich und für Laien schwer verständlich, dass sie Fragen aufwerfen. So stellte sich heraus, dass der Abstand zwischen dem geplantem Schweinestall und der Siedlung Riegefeld nur rund 300 Meter beträgt. In den öffentlich zugänglichen Unterlagen wird die Lage aber mit “rund 2.000 Meter südwestlich vom Stadtzentrum” angegeben.
“Warum wird der Eindruck erweckt, die Anlage sei ganz weit weg und ginge die Menschen, die hier leben, nicht an?” fragte ein Teilnehmer.

Thema „Gülle“ stinkt den Anwohnern

Auch das Thema Gülle wirft weitere Fragen auf. Tenor: Warum darf deutlich mehr Gülle anfallen als der Landwirt ohne Grenzwertüberschreitung auf seinen eigenen Flächen ausbringen darf?
Mehrere Bürger aus dem Riegefeld beklagten, dass sie mit ihren Ängsten und Fragen allein gelassen fühlen. So habe der Marler Bürgermeister auf einen Brief geantwortet, er sei dafür nicht zuständig und könne darum keine Informations-veranstaltung machen.
“Der Kreis Recklinghausen als Genehmigungsbehörde hat uns nicht einmal eine Eingangsbestätigung geschickt”, schilderte ein Ehepaar aus Alt-Marl.

BUND unterstützt öffentliche Sachdiskussion

Dem Bund für Umwelt und Naturschutz ist eine öffentliche sachliche Diskussion über die Ferkelproduktionsanlage und die Tierhaltung der Zukunft allgemein wichtig. Darum will der Umweltverband zeitnah im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Alt-Marl alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Bei der Veranstaltung sollen Anwohner aus erster Hand Antworten auf ihre Fragen bekommen.
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