Die Erweiterung von Sarval / Saria in Marl Frentrop ist endgültig vom Tisch.

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Der Stadtrat legt Betriebserweiterung von Saria zu den Akten. Die von der Firma Sarval / Saria beabsichtigte Betriebs-erweiterung ist vom Tisch. Der Rat hat einstimmig beschlossen, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen und die Pläne abzulehnen.Still blieb es bei den Befürwortern der SARIA-Erweiterung im Landschaftsschutzgebiet, SPD und FDP-Bum-Fraktion. Auch der Bürgermeister Werner Arndt sagte kein Wort zum Ende seines Prestigeprojekts.

Die beabsichtigte Betriebserweiterung hatte erhebliche Proteste bei den Anliegern hervorgerufen, die sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben. Die Anwohnerinitaitive MHNV hatte von Anfang an vor dem Scheitern der Erweiterungspläne im geschützten Außenbereich gewarnt und zur Investition in einem bestehenden Industrie-gebiet geraten.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat diese Haltung bestätigt. Eine solche Betriebserweiterung gehört nicht in ein Landschaftsschutzgebiet, das dem Landschafsschutz und der landschaftsorientierten Erholung dient.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) war auf der Grundlage einer Voranfrage, die ein Planungsbüro im Auftrag der Firma Sarval / Saria erstellt hatte, zu dem Ergebnis gelangt, dass die angestrebte gewerbliche Nutzung im Landschaftsgebiet an der Rennbachstraße den Zielen der regionalplanerischen Entwicklung widerstrebt. Die Erweiterung decke sich auch nicht mit den Zielvorgaben des Grünordnungsplanes der Stadt Marl, der in diesem Bereich „einen durchgängigen Freiraumkorridor“ vorsieht.

Erfolg der „MHNV“ – Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität in Marl „Drei Jahre Widerstand haben sich gelohnt!“

Aufgrund der Entscheidung des RVR hatte die Stadtverwaltung die erforderliche Änderung der Regional- und Landesplanung zugunsten des beabsichtigten Erweiterungsvorhabens für „aussichtslos“ erklärt.
Damit ist das von vielen Menschen befürchtete gigantische Industriegebiet zwischen Alt-Marl und Polsum vorerst abgewendet. Auch die Angst vor einem Wertverlust der Häuser hat in den vergangenen Jahren vielen Menschen Sorgen bereitet und konnte durch den Einsatz der MHNV genommen werden. Der MHNV-Einsatz zeigt aber auch, dass sie weiter wachsam sein müssen und bürgerschaftliches Engagment der Initaitive auch in Zukunft notwendig ist, damit die Lebensqualität in Alt-Marl und Polsum erhalten bleibt.
Wer jetzt wie der Bürgermeister, nach dem Scheitern der Saria-Erweiterungspläne über ausgebliebene Investitionen und Arbeitsplätze klagt und dafür den Widerstand von Bürgern verantwortlich machen will, der sollte sich fragen, ob er nicht selbst dafür die Verantwortung trägt. Er hat auf die warnenden Stimmen nicht hören wollen. Die Anwohnerinitaitive MHNV hat immer wieder auf die gültige Rechtslage hingewiesen und wurde von den Befürwortern dafür wirklich schlecht behandelt.
Die Firma Sarval / Saria produziert in Marl aus Schlachtnebenabfällen Knochenmehle und Fette, die als Dünger in der Landwirtschaft, als Vorprodukte für Tiernahrung und als Industriefette Verwendung finden. Außerdem verarbeitet die Tochter ReFood GmbH am Standort an der Rennbachstraße Lebensmittelreste sowie Altspeise- und Frittierfette. Im Rahmen der Betriebserweiterung wollte Sarval / Saria in neue Produktionsbereiche für Pharmaprodukte, Geflügelfleisch, Lebensmittel sowie Tier- und Futtermittel investieren und hatte dafür die Schaffung von ca. 270 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Aussicht gestellt.
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