Die Mehrheit im Stadtplanungsausschuss Marl ist für die teuere Sanierung des Rathauses

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Jetzt kommt die teure Rathaussanierung für Marl. Unter dem Motto sind ja nur Steuergelder stimmten die Mehrheit der Mitglieder im Stadtplanungs-ausschuss für die teure Sanierung des Rathauses, preiswertere Alternativen wurden vom Tisch gewischt. Die Bürgerliste WIR für Marl nahm dazu im Ausschuss Stellung, hier der Redebeitrag

Der Titel 'Soziale Stadt' ist nur der Vorwand, um an öffentliche Zuwendungen zu kommen und gleichzeitig die Voraussetzungen zum Verkauf städtischer Flächen zu schaffen.
Jahrzehntelang wurde Marl von dem Traum geprägt, Großstadt mit über 150.000 Einwohnern zu werden. Schwerpunkt dieser Planung war der Bau einer übergroßen Stadtmitte auf der grünen Wiese. Dabei wurde eine Vernetzung mit den übrigen Stadtteilen fahrlässig vernachlässigt. Ergebnis sind eine von Beton beherrschte Innenstadt und die Schwächung der natürlich gewachsenen Ortsteile.
Das 'Handlungskonzept Stadtmitte' ist der zeitlich vorgezogene Teil des ISEK für die gesamte Stadt, das ist die Voraussetzung für Fördermittel für städtebauliche Maßnahmen.
War die Konzeption vorher die Weiträumigkeit in der Stadtmitte, setzt das neue Planungskonzept jetzt auf Verdichtung. Die bestehenden Freiräume im Bereich des ehemaligen Hallenbades, des Waldstückes Försterbusch und die Freiflächen vor dem Gebäudekomplex 'Wohnen Ost' sollen bebaut werden .

Und das bei sinkender Bevölkerungszahl und hohen Wohnungsleerständen.

Das Handlungskonzept für die Stadtmitte ist erstellt worden, um die Sanierung des Rathauses unter dem Titel 'Soziale Stadt' finanzieren zu können.
Die Sanierung wird als beste Lösung dargestellt.
Nicht gefragt wird ob wir in Zukunft noch zwei Rathaustürme brauchen?
Jetzt sollen die Büros optimiert werden die Außenhaut soll wärmegedämmt werden.
Nach der Sanierung sieht das Rathaus so aus wie vorher – denn es wird unter Denkmalschutz gestellt , mit weiter hohen Folgekosten.
Für 39 Millionen Euro soll es innerhalb von viereinhalb Jahren saniert werden. WIR bezweifelt das es bei diesen Kosten bleibt.
Jeder weiss das öffentliche Gebäude oft teurer werden wie vorher geplant. Die Sanierung der Scharounschule ist ein Beispiel dafür.

Denkmalschutz macht alles teurer. Das Gutachten der Assmann-Gruppe widerspricht. Am Ende des Betrachtungszeitraumes 2044 sei eine Sanierung günstiger als ein Neubau. Der Gutachter geht immer von zwei Türmen aus. Gutachten haben immer den Zweck die Vorstellungen ihrer Auftraggeber zu unterstützen. Sie sollen eine Alternativlosigkeit beweisen.
Es wird auch Zuschüsse geben.
Wie viel das sind?
Es gibt bisher keine belastbaren Zahlen.
Seit mehr als zehn Jahren geht die Sorge um, dass bei einer Rathaussanierung das Geld für andere wichtige Aufgaben fehlt.
Statisch betrachtet, waren die Türme Deutschlands erste Hänge-Hochhäuser – jetzt hängen sie in der Luft. Und das in jeder Hinsicht: Nicht mehr völlig unerwartet, ist die Hänge-Statik auch längst kaputt.
Die Sanierung teilt die Bevölkerung. Ältere erinnern sich an die 1960er-Jahre, als sie selbst und Marl noch jung und schön waren, erinnern sich an Trauungen und Empfänge in den Räumen. Jüngere stehen ihm eher reserviert gegenüber.
Die jungen Bürger müssen mit ihren Steuern in Zukunft dafür aufkommen.
Eine originalgetreue Sanierung käme nach einem Gutachten deutlich billiger als Abriss und Neubau (39 Millionen zu 50 Millionen).
Sie rechnen mit den Abriss und den Bau zwei neuen Türmen.
Bei den zukünftigen Entwicklungen in der Verwaltung reicht ein Turm.

Die Schlussfolgerung muss sein!


Die Rathaustürme werden nicht saniert, die Rathaussanierung ist die teuerste Lösung.
Wir brauchen in Zukunft keine zwei Verwaltungstürme.
Ein Turm reicht.
Stattdessen wird nur ein Turm in Standartbauweise hinter dem Rathaus mit Anschluss ans sanierte Zentralgebäude errichtet.
Die Folgekosten sind nach einer Sanierung höher wie für einen neuen Turm in energetischer Bauweise.
Heute ist das Rathaus nur wenig wert. Denn der Investitionsstau ist größer als der tatsächliche Gebäudewert. Die Schäden entstanden über die Jahre, weil Marl zuwenig Geld ins Rathaus steckte.
Die Rathaustürme werden mit einem Zaun umgeben. Nach allen Vorschriften der Unfallverhütung gesichert und freigezogen.
Die alten Türme werden der Denkmalbehörde oder den Befürwortern zum Kauf angeboten.

Eine Grosse Koalition im Stadtplanungsausschuss stimmte für die Verwaltungsvorlage

Vorher wurde die Sanierung der Willy-Brandt-Gesamtschule in der Prioritätsstufe zurück gesetzt. zugunsten der Rathaussanierung
In der Prioritätenliste des Handlungsprogramms sind die Sanierung des Rathauses mit einer gerundeten Summe von 40 Mio € Investitionskosten, sowie
die energetische Sanierung der Willy-Brandt-Gesamtschule (Schule und Turnhalle) mit einer Summe von 7,5 Mio € in der Prioritätsstufe I (kurzfristig) aufgeführt. Um die verfügbaren Fördermittel zu konzentrieren, empfiehlt die Bezirksregierung die Willy-Brandt-Gesamtschule als Maßnahme der Prioritätsstufe 2
(mittelfristig) zu beantragen.

Aus der Ratsvorlage: 91 Mio €

Nachstehend eine Zusammenfassung der empfohlenen Maßnahmen in den
einzelnen Prioritätsstufen mit Kostenschätzung (Die ca. 40 Einzelmaßnahmen
sind im Anhang des Handlungskonzepts aufgelistet.):
Für Maßnahmen in der Priorität 1 besteht ein Finanzbedarf von rd. 59 Mio€
Für Maßnahmen in der Priorität 2 besteht ein Finanzbedarf von rd. 24 Mio €
Für Maßnahmen in der Priorität 3 besteht ein Finanzbedarf von rd. 8 Mio €
Zusammen: 91 Mio €

Als Schlüsselprojekte werden dem Rat empfohlen:

- die Sanierung des Rathauses,
- die Aufwertung (Instandsetzung/Neugestaltung) des Creiler Platzes,
- die (energetische) Sanierung der Willy-Brandt-Gesamtschule
- Entwicklung des „Urbanen Band“ entlang der Adolf-Grimme-Straße
- die Konversion der Grundstücksflächen der ehem. Hauptschule und des Hallenbades
an der Kampstraße mit den Ziel einer im Wesentlichen wohnbaulichen
Nutzung
- sowie die Einrichtung eines Stadtteilmanagements.
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