Die Umgestaltung des Regenrückhaltebeckens und die ökologische Verbesserung des Dümmerbachs in Marl

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Das vorhandene Regenrückhaltebecken am Dümmerweg

Gut ein Jahr lang wird der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) an der Sickingmühler Straße / Ecke Dümmerweg bauen. Zum einen wird das bestehende Regenrückhaltebecken (RRB) erweitert, zum anderen der Dümmerbach ökologisch aufgewertet. Die Arbeiten beginnen am Montag, 18. Januar.

Größeres Regenrückhaltebecken

Entlang des Dümmerweg besteht bereits ein Regenrückhaltebecken, das große Wassermassen nach Starkregenereignissen aufnehmen kann. Dieses offene, oberirdische Becken wird nun vergrößert, um seine Aufnahmekapazität zu erhöhen. Das vorhandene RRB wird von 9 600 m³ auf gut 16 000 m³ erweitert. Dies wird durch eine Erweiterung der Fläche in Richtung Norden und Westen und durch eine Vertiefung der Sohle um 26 bis 80 cm erreicht. Das Gefälle der Sohle wird dadurch von 5,0 ‰ auf 2,2 ‰ verringert. Zur Senkung des Rückstauwasserspiegels ins Kanalnetz wird das Stauziel um 10 cm gesenkt und der Notüberlauf verlängert. Bentonit – ein wasserbindendes Mineral – dichtet das RRB ab. Dadurch wird eine Vermischung von Abwasser und Grundwasser weitestgehend unterbunden.

Offener Dümmerbach

Neben dieser Maßnahme plant der ZBH auch die Neutrassierung des Dümmerbachs. Dieser Wasserlauf ist derzeit innerhalb des bestehenden RRB naturfern ausgebaut. Um den Dümmerbach ökologisch aufzuwerten, bekommt der Bach ein neues, offenes Bett. Zum einen erfolgt die Offenlegung des bisher betonierten Teilabschnitts zwischen der Sickingmühler Straße und dem Dümmerweg. Zum anderen wird der Bachlauf parallel zum Dümmerweg entlang des vergrößerten RRB neu verlegt. Vorrangiges Ziel der ökologischen Verbesserung ist die Herstellung einer weitgehend offen geführten Gewässerstraße in einem ökologisch gestalteten Profil. Dadurch werden eine Vergrößerung des aquatischen Lebensraums und die Durchgängigkeit des Gewässers erreicht. Die Sohle des geplanten Gewässers liegt nach Fertigstellung zwischen 40 und 90 cm tiefer als die geplante Sohle des RRB.

Massen und Kosten

Die Gesamtmaßnahme umfasst folgende Massen: 14 000 m³ Bodenaushub für das RRB und für den Bachlauf 4 800 m³; 14 400 m² Abdichtung des RRB mittels einer Bentonitschicht; 1 150 t Wasserbausteine zur Sicherung von Böschungen und Sohlgleiten im Bachlauf, Verlegung von 40 m Stahlbetonrechteckrohren mit den Abmessungen von 2,50/1,50 m; Abbruch und Ausbau von 200 m Betonrohren mit einem Durchmesser von 1,40 m sowie die Anpflanzung von etwa 5 500 Sträuchern und Bäumen.
Der ZBH hat im Wirtschaftsplan für diese Maßnahme 1,85 Millionen € bereitgestellt.
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