Die Zukunft ohne Bergbau in Marl - 1000 neue Arbeitsplätze sollen möglich sein

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Erfreuliche Perspektive: Für eine gewerblich-industrielle Folgenutzung von AV 3/7 (Foto mit dem Chemiepark im Hintergrund) sind keine unüberwindbaren Hürden erkennbar. (Foto: ST)
Marl: Auguste Victoria 3/7 |

Der Bergbau geht - und damit verschwinden auch Tausende Arbeitsplätze. Aber was kommt danach? Was wird aus dem Areal in Marl? Fragen, die auf den Nägeln brennen, Antworten, an denen ein Dutzend Gutachterbüros arbeiten. Denn am Jahresende macht Auguste Victoria 3/7 die Tore zu.

„Die ersten Ergebnisse zeigen: Unsere Vision für das Areal weist in die richtige Richtung. Wir haben die realistische Aussicht, hier mittelfristig 1000 neue Arbeitsplätze für Marl und die Region zu schaffen“, so Bürgermeister Werner Arndt.
Seit Mai wird an der Machbarkeitsstudie gearbeitet, die vom Land NRW aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.

Untersucht wird ein Gelände in der Bruttogröße von 90 Hektar, das vom aktiven Bergwerk im Süden über die ehemalige Kraftwerksfläche und die Berge­halde bis zum Hafen am Kanal reicht. „Unser Ziel ist es, mit neuer Industrie und Gewerbe direkt an die Tradition des Bergbaustandortes anzuknüpfen - damit auch für die kommenden Generationen, für die Enkel und Kinder von Bergleuten hier wieder Arbeitsplätze geschaffen werden“, so Arndt.

Die Voraussetzungen für den Erfolg sind günstig: „Die Zwischenergebnisse der Gutachter ermöglichen eine erfreuliche Prognose“, berichtet Volker Duddek, Projektleiter des Flächenentwicklers RAG Montan Immobilien.

Auguste Victoria 3/7 ist ein Areal von internationaler Bedeutung


„Das Gelände wird einer der wenigen mittelfristig verfügbaren großen Industrieflächen im Ruhrgebiet sein“, erklärt Dr. Manfred Gehrke, Leiter der Wirtschaftsförderung bei der Stadt Marl. „Aufgrund der zentralen Lage zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, der Dimensionen und der exzellenten Verkehrs­anbindung über Straße, Schiene und Wasser kann hier ein Areal von internationaler Bedeutung mit Tor-Funktion für das Ruhrgebiet entstehen“, so Dr. Gehrke. In der zweiten Phase der Machbarkeitsstudie werden im kommenden Jahr alle relevanten Aspekte vertiefend untersucht. Insbesondere werden die möglichen Verkehrsströme, der Schall- und Artenschutz, Entwässerung und andere Emissionen Gegenstand sorgfältiger Untersuchungen sein.

Die nächsten Schritte sind bereits geplant. Schon im Juni wurde die Förderung für die Phase II der Machbarkeitsstudie beantragt. Die Stadt Marl und die RAG Montan Immobilien hoffen auf eine Bewilligung noch in diesem Jahr.

Vermarktung des AV-Geländes ab 2020


Unmittelbar nach Abschluss der Machbarkeitsstudie soll die Bauleitplanung beginnen. „Im Idealfall können wir unmittelbar nach dem Ende der Bergaufsicht im Jahr 2020 mit der Vermarktung der Flächen beginnen“, ist Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke optimistisch. „Grundlegende Voraussetzung“ dafür sei allerdings, so Bürgermeister Werner Arndt, „dass nach Abschluss der Machbarkeitsstudie weitere Fördermittel in erheblichem Umfang fließen.“
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