Eindeutiger Zusammenhang zwischen intensiver Landwirtschaft und Nitratbelastungen im Wasser.

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Marl bekommt sein Trinkwasser aus dem Halterner Staussee. der See wird gespeist aus der Stever und dem Mühlenbach. Diese fliessen durch Landwirschaftsflächen im Münsterland.

Das Grundwasser in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Der Bericht „Nitrat im Grundwasser“ zeigt, dass in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten die Nitratkonzentrationen seit über 20 Jahren gleichbleibend hoch oder steigend sind. Davon betroffen sind rund 40 Prozent der Grundwasserkörper, aus denen ohne entsprechende Aufbereitung keine Gewinnung von Trinkwasser mehr möglich ist. Nordrhein-Westfalen ist ein wasserreiches Land mit vielen Bächen, Flüssen, Seen und großen Grundwasservorkommen. In Düsseldorf bei der Vorstellung der Ergebnisse des NRW-Nitratberichtes in Verbindung mit dem erstmals erstellten NRW-Nährstoffbericht wurde auf diese Gefahren hingewiesen. Wir müssen dafür sorgen, dass sowohl das Grundwasser als auch Bäche, Flüsse und Seen ihre Funktionen als Ressource und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erfüllen können. Das kann nicht geschehen, wenn das Grundwasser durch Nitrat aus Düngemitteln stark belastet wird.
Ein Grund für die hohe Belastung sei ein zu großer Eintrag von Nährstoffen auf landwirtschaftlichen Flächen, insbesondere durch erhebliche Mengen von Gülle aus Schweine-, Rinder- oder Hühnerhaltung und Gärresten aus Biogasanlagen. Es ist grundsätzlich erstrebenswert, dass auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr Gülle anfällt, als auf eigenen Flächen ausgebracht werden kann. Damit ist es ja häufig nicht getan. Hinzu kommt Mineraldünger, der im aktuellen Nährstoffbericht noch gar nicht berücksichtigt wurde, sowie Biogasanlagen, die die Situation vor allem in den viehintensiven Regionen zusätzlich verschärfen. Eines der Hauptziele muss dementsprechend sein, in Zukunft wieder eine stärkere Flächenbindung in der Tierhaltung zu erreichen. Dies wird nur gelingen, wenn wir in den Regionen mit einer intensiven Nutztierhaltung die Strukturen überdenken und anpassen.
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