Fatime Sulejmani ist Marls neue Flüchtlingsbetreuerin

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Bürgermeister Werner Arndt (l.) und Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka (r.) haben die neue Flüchtlingsbetreuerin Fatime Sulejmani (2.v.l.) vorgestellt. Die Albanerin aus Mazedonien wird im Sozialamt Flüchtlingskoordinator Thomas Freck (2.v.r.) unterstützen. Fatime Sulejmani spricht sieben Sprachen und wird insbesondere die Flüchtlinge vor Ort betreuen und ihnen die Integration erleichtern. (Foto: Marl)

Die Stadt Marl verstärkt die hauptamtliche Flüchtlingsbetreuung. In diesen Tagen hat Fatime Sulejmani ihre Tätigkeit als neue Flüchtlingsbetreuerin aufgenommen.

„Wir freuen uns, dass wir Frau Sulejmani als Flüchtlingsbetreuerin gewinnen und uns ihre wertvollen fachlichen und sprachlichen Qualifikationen sichern konnten“, sagte die Stadt, die die neue Mitarbeiterin gemeinsam mit Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka vorgestellt hat.

Flüchtlingshilfe in sieben Sprachen

Fatime Sulejmani (50), in Mazedonien geborene Albanerin, spricht neben Albanisch und Mazedonisch auch Serbokroatisch, Bosnisch, Türkisch, Deutsch und Englisch und verfügt darüber hinaus über Kenntnisse der bulgarischen Sprache. Sie ist diplomierte Pädagogin, war in Mazedonien unter anderem als Sonderschullehrerin und Leiterin einer Grund- und Hauptschule und vorübergehend auch in den USA tätig. Zurzeit absolviert sie ein Master-Fernstudium für Diplomatie und Politik an der Europäischen Universität Seul in Tetovo (Mazedonien).

"Viele Brücken bauen"


Vor ihrer Tätigkeit bei der Stadt Marl engagierte sich Fatime Sulejmani intensiv in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Sie betreute – unter anderem für den Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) und die Stadt Recklinghausen - Flüchtlinge in Recklinghausen, Dorsten, Castrop-Rauxel und in der Erstaufnahmestelle des Landes NRW in der Rundsporthalle in Marl.
Im Sozialamt wird Fatime Sulejmani vor allem Flüchtlingskoordinator Thomas Freck unterstützen. Zu ihren Aufgaben gehört insbesondere die professionelle Betreuung der Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien in den städtischen Unterkünften und bei Umzügen in Privatwohnungen. Als neue Flüchtlingsbetreuerin möchte Fatime Sulejmani vor allem „viele Brücken bauen“. „Wichtig ist, dass die Flüchtlinge schnell mit den neuen Wohn- und Lebensbedingungen vertraut und in ihrer Eigenverantwortung gestärkt werden“, sagt Fatime Sulejmani. Manches lasse sich schnell und einfach regeln, wenn die Verständigung funktioniert und Vertrauen besteht.

Fatime Sulejmani ist selbst geflohen


Beim Aufbau von Vertrauen helfen Fatime Sulejmani nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern auch ihre eigene Biographie. Sie selbst war 1992 mit ihrer Familie unter dramatischen Bedingungen aus dem Kosovo nach Deutschland geflüchtet, hatte in Kiel, Oldenburg und Konstanz gearbeitet und schließlich im Kreis Recklinghausen ihre neue Heimat gefunden.
„Die Flüchtlinge sind sehr dankbar für jede Hilfe, die sie hier erfahren“, weiß Fatime Sulejmani aus eigener Erfahrung. Wie dankbar Menschen sind, die vor Krieg und Gewalt oder aus großer Not ihre Heimat verlassen haben, hat sie selbst immer wieder erlebt. So hatte z.B. ein Flüchtlingspaar seine Betreuerin Fatime Sulejmani eingeladen, bei der Geburt ihres Kindes im Kreissaal dabei zu sein und den Namen für die neugeborene Tochter auszuwählen. Fatime Sulejman entschied sich für „Anela“ – was übersetzt „in den Arm nehmen“ bedeutet.
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