Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im Chemiepark Marl jetzt offiziell in Betrieb

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E.ON und Evonik Industries haben im Chemiepark Marl ein Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk jetzt offiziell in Betrieb genommen. Die Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung erfolgte durch E.ON Connecting Energies – Evonik betreibt das Kraftwerk, das einen alten Kohleblock ersetzt. Mit dem Neubau stellen die Partner die wirtschaftliche Energieversorgung des Chemieparks Marl sicher. Er ist einer der größten Chemieverbundstandorte Europas und der größte Produktionsstandort von Evonik.

Die neue Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie erzeugt eine elektrische Leistung von 60 Megawatt und eine thermische Leistung von 100 Megawatt. Der Brennstoffnutzungsgrad beträgt 89 Prozent, wodurch jährlich rund 280.000 Tonnen CO2 eingespart werden können – das ist ungefähr so viel, wie eine Stadt mit 30.000 Einwohnern pro Jahr verursacht.

„Das GuD-Kraftwerk in Marl zeigt die neue Energiewelt in der Praxis und ist ein Beleg für die individuellen Kundenlösungen, die Teil der neuen Strategie von E.ON sind: Für energieintensive Unter-nehmen werden so auf umweltfreundlichem Weg signifikante Energieeinsparungen möglich. Gemeinsam mit und für unsere Kunden werden wir den Ausbau der dezentralen Erzeugung in Deutschland weiter konsequent vorantreiben“, so Dr.-Ing. Leonhard Birnbaum, Mitglied des Vorstands der E.ON SE.

„Die neue GuD-Anlage ist ein wesentlicher Schritt zur strukturellen Erneuerung unseres Kraftwerksparks am Standort Marl“, betonte Thomas Wessel, Mitglied des Vorstands von Evonik. „Durch Investitionen in moderne Technologien tragen wir dazu bei, dass der Standort Deutschland auch im internationalen Wettbewerb zukunftsfähig bleibt. Zudem unterstützen wir mit der hocheffizienten Anlage das Ziel der Politik, den Beitrag der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland von derzeit 16 auf 25 Prozent bis 2020 zu erhöhen.“

Das Spezialchemieunternehmen erzeugt seit Jahrzehnten den weit-aus überwiegenden Teil der am Standort benötigten Energien selbst. Das neue GuD-Kraftwerk ersetzt einen kohlebefeuerten Kraftwerksblock und ist damit ein wichtiger Baustein zur Stärkung des Versorgungsauftrages. Es ermöglicht, die rund 100 Produktionsanlagen noch differenzierter als bisher bedarfsgerecht mit allen gängigen Dampfstufen und allen erforderlichen Stromstärken zu versorgen. Durch die erhöhte Flexibilität im Vergleich zu dem bisherigen Kohleblock sowie die verminderte Abhängigkeit von der Kohle im Brennstoffmix wird zudem die Wettbewerbsfähigkeit des Chemieparks gestärkt.

Der Chemiestandort Marl wird durch diese Zukunftsinvestition weiter gestärkt . Diese Investition in wirtschaftliche und umweltschonende Technologie zeigt dass der Erhalt und die Förderung industrieller Strukturen und eine bessere Umweltsituation keine Gegensätze sein müssen.

Das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk sichert nicht nur die Fernwärmeversorgung für Marl, es leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung des Chemieparks und damit auch zur Sicherung des Chemiestandortes Marl mit über 10.000 Arbeits- und Ausbildungsplätzen, die für unsere Stadt und unsere Region unverzichtbar sind.

Evonik und E.ON wurden mit dem GuD-Kraftwerk für ihren Beitrag zum Klimaschutz in die dezentrale Leistungsschau der KlimaExpo.NRW aufgenommen. Im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks übergab Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer KlimaExpo.NRW, die dazugehörige Urkunde und Plakette an Evonik.

Chemiepark Marl


Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemiestandorte in Deutschland. Das Gelände erstreckt sich über eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern – eine hochmoderne, chemietypische Infrastruktur.

Neben Evonik, ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen sind zwölf weitere Unternehmen im Chemiepark angesiedelt. Die rund 100 Produktionsanlagen stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund und werden zum größten Teil rund um die Uhr betrieben.

Mehr als vier Millionen Tonnen Produkte jährlich starten von hier aus ihren Weg in die ganze Welt. Die Versorgung mit Rohstoffen erfolgt mittels Fernleitungen, Schiff, Bahn und Lkw. Ethen, Propen, C4-Kohlenwasserstoffe, Benzol, Methanol und Erdgas werden über Fernleitungen bezogen.
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