Große Freunde über neue Landschaftsschutz-Schilder in Marl Frentrop

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(Foto: MHNV)

Die Teilnehmer des traditionellen Info-Spaziergangs der Anwohnerinitiative MHNV ("Marler haben Nase voll" haben am Sonntag einige der zwölf neuen Landschaftsschutzschilder besichtigt, die vom Zentralen Betriebshof aufgestellt wurden. Die Freunde über die neuen Schilder war groß, weil die alten Schilder auf mysteriöse Weise verschwunden waren. Der Rat hatte die Anregung der Bürger aufgegriffen und im Frühjahr das Aufstellen neuer Schilder einstimmig beschlossen. Dabei waren der Stadt Marl keine Kosten entstanden. Die Bürger hatten im Vorfeld angeboten eventuelle Kosten zu übernehmen.

Dietmar Müller-Bonner von MHNV: "Wir hoffen, dass die Schilder in Polsum, Frentrop und Alt-Marl die Menschen jetzt mehr sensibilisieren, was für ein tolles Naherholungsgebiet wir vor der Haustür haben." Die Anwohnerinitiative kündigte an, dass sie sich auch in 2015 wieder am Marler Besentag beteiligen will, bei dem MHNV seit Jahren auch wilden Müllkippen zu Leibe rückt.

Wehmutstropfen:

Stadt Marl sieht die Gefahr, dass Landschaftsschutzschild von "SARIA"-LKW umgefahren werden könnten
"Amüsant!" fanden die Teilnehmer des MHNV-Spaziergangs am Sonntag den Umgang der Stadt Marl mit dem neuen Landschaftsschutzschild an der Rennbachstraße. Dort hatte der Zentrale Betriebshof eines der zwölf Schilder aufgestellt, womit es nach seinem ungeklärten Verschwinden an seinen früheren Standort zurück kehrte. Neben der SARIA-Werbesäule stand es aber nur 14 Tage. Dann grub der ZBH es wieder aus und setzte es rund 20 Meter weiter in die Straße, wo es ungünstig zwischen Bäumen steht, die es im Frühjahr verdecken werden.

Auf die Fragen der Bürgerinitiative nach dem Grund für das Umsetzen, antwortete der ZBH: "Am ersten Standort ragte das Schild in das Lichtraumprofil. Besonders im Einmündungsbereich hätte dies in kurzer Zeit zu Beschädigungen durch LKW`s geführt."

Die städtische Begründung sorgte bei den Spaziergängern bei der Ortsbesichtigung für große Erheiterung: Denn das noch vorhandene erste Erdloch legt die Vermutung nahe, dass das Schild nur hätte beschädigt werden können, wenn ein LKW vorher das Straßenschild, die Begrenzungspfähle und die SARIA-Werbesäule umgefahren hätte.

"Idealerweise hätte man auch die Schrauben auf der Rückseite lösen und das Schild ein wenig drehen können, wie man es bei anderen Schildern ja auch macht", brachte es ein Nachbar schmunzelnd auf den Punkt. "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!"
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