Marl braucht einen Tierfriedhof

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„Wenn Bello oder Minka das Zeitliche segnet, kann es für Herrchen und Frauchen eine Unerträgliche Vorstellung sein, den Liebling in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt enden zu lassen.

Einige der hierzulande gehaltenen 5,4 Millionen Hunde, 8,2 Millionen Katzen und 5,1 Millionen, Kleinsäuger finden daher ihre letzte Ruhe auf einem Tierfriedhof – mit Granittafel, Foto und Blumenschmuck.
Mehr als hundert gibt es davon in Deutschland. Wer nun von einer Modeerscheinung unserer Zeit ausgeht, irrt:
Schon die alten Ägypter mumifizierten und bestatten ihre als Gottheiten verehrten Katzen. Der weltweit bekannteste Tierfriedhof, der Cimentière des chiens, eröffnete 1899 in Paris. Sogar Pferde und Affen liegen da begraben.
Im deutschen Gesetz ist verankert, dass Tiere Mitgeschöpfe des Menschen sind. Worauf darin nicht hingewiesen wird, ist der Widerspruch, dass wir fähig sind, ein T-Bone-Steak innerhalb von ein paar Minuten zu essen und das Grab unseres Hamsters über Jahre hinweg zu pflegen“
Bürgern eine Freude zu bereiten und eine mögliche Einnahme zur Verbesserung der finanziellen Lage der Stadt sind die beiden Seiten dieser „Medaille“, so begründet Fritz Dechert, Vorsitzender der Bürgerliste WIR für Marl, einen Antrag an den Stadtrat, der die Einrichtung eines Tierfriedhofes in Marl erreichen soll.

Der Antrag lautet:

Die Stadtverwaltung prüft die in der Anlage unter Tierfriedhöfe (Telefonbucheintrag) aufgeführten Angaben auf Ihre Richtigkeit.
Mit einer für eine Bewertung erforderlichen, repräsentativen Anzahl von Betrieben wird Kontakt aufgenommen. Es werden die erforderlichen Informationen über die Verfahrensweisen und den Erfolg der Ziele gesammelt.
Das Ergebnis wird dem Rat kurzfristig zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Der Antrag wird jetzt in der 8. Sitzung des Betriebsausschusses ZBH, Grünflächen und Verkehr beraten.
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