Marler Gedenkfeier zum Kriegsende vor 70 Jahren!

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Bei einer Gedenkfeier an den Gräbern der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen auf den alten Friedhof in Brassert und im Europäischen Friedenshaus erinnerten Stadt und Heimatverein an das Kriegsende vor 70 Jahren. An dieser Stelle gab es Besuche von Michael Gorbatschow (2003), Helmut Kohl (2004) und Gyula Horn (2005), die an den Gräbern der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen gesprochen und Kränze niedergelegt haben.
Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes und anlässlich des Europatages luden die Stadt Marl und der Heimatverein für den 9. Mai zu einer Gedenkfeier im Europäischen Friedenshaus ein.

Mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern hatte die Stadt an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erinnert. Das historische Datum war Anlass zum Innehalten und Gedenken. Eine ewige Mahnung, wie wichtig es ist, für Demokratie und Freiheit einzustehen.
In den Reden und Gesprächen wurde betont:
Der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg in Europa – und ein Gedenktag für die Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Wir gedenken auch derjenigen, die sich angesichts des Zivilisationsbruchs ihre Menschlichkeit bewahrten, für Frieden einstanden, Mitmenschen halfen und Widerstand leisteten.

Die Chance auf Freiheit und Demokratie nach dem 8. Mai 1945 war und ist kostbar. Das Ende des Krieges eröffnete einen europäischen Integrationsprozess, der den gemeinsamen Willen der europäischen Völker nach Versöhnung und Frieden ausdrückte.
Der 8. Mai mahnt: Aus dem Kriegsende folgt die Verpflichtung zum Frieden und die Verpflichtung, menschenverachtender Gewalt Einhalt zu gebieten. Die gemeinsamen europäischen Werte sind und bleiben Grundlage unseres Handelns.

Am 1. April 1945 besetzten und befreiten alliierte Truppen die Marler Stadtteile. Rund fünf Wochen später folgte mit der Kapitulation der Wehrmacht das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Der 8. Mai 1945 wurde zum Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft – und zum Tag des Neunanfangs für Deutschland und Europa. 

Um 17 Uhr legten Bürger aus Marl und der ungarische Generalkonsul Balázs Szabolcs Szegner, der litauische Honorarkonsul Prof. Dr. Jürgen Gramke und die Honorarkonsulin Albaniens Anduena Stephan Kränze an den drei Gedenksteinen in der Nähe des Europäischen Friedenshauses nieder.

Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasiums berichteten von ihrem deutsch-französischen Schulprojekt zur Nachkriegszeit und erzählten am Beispiel „Wie aus Feinden Freunde wurden“.

VIDEOS



Der ungarische Generalkonsul Balázs Szabolcs Szegner



Der Kranz der Stadt Marl



Die Rede der Stadt Marl



Hubert Schulte Kemper



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