Marler Jugendliche besichtigen die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Anzeige
(Foto: Mahn- und Gedenkstaätte Steinwache)

Zu einer Tagesfahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache laden die städtische Integrationsbeauftragte Jennifer Radscheid und das JuKuZ Hagenbusch am Samstag, 26. November 2016, ein.

Jugendliche ab 16 Jahren haben die Möglichkeit die Geschichte hinter dem alten Dortmunder Polizeigefängnis kennenzulernen. In der NS-Zeit hielt die Gestapo hier 66.000 Menschen fest, von denen viele in Konzentrationslager deportiert wurden. Seit 1992 ist die Steinwache eine Mahn- und Gedenkstätte mitten in NRW.

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund

Seit ihrer Eröffnung ist die „Steinwache“ zu einem Lern- und Gedenkort von zum Teil überregionaler Bedeutung geworden. Kernstück ist die ständige Ausstellung "Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933 - 1945", die von Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen, ausländischen Besuchern und einer Vielzahl weiterer gesellschaftlicher Gruppen frequentiert wird. Wichtigstes Ziel der gedenkstättenpädagogischen Arbeit ist es, durch die Sensibilisierung für die Inhalte der lokalen Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich Einsicht in die Ursprünge und Auswirkungen des Nationalsozialismus zu vermitteln, zu selbständiger weiterer Beschäftigung mit dieser Vergangenheit anzuleiten und so letztlich zur Wahrung der demokratischen Grundordnung beizutragen. Es soll für jeden Besucher deutlich werden, dass der NS-Terror sich nicht auf die Konzentrationslager beschränkt, sondern überall in Deutschland, auch in Dortmund, praktisch "vor der eigenen Wohnungstür" stattgefunden hat.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Dortmunder Norden eine eigene Polizeidienststelle eingerichtet, um das von Arbeitern bewohnte und als politisch unzuverlässig eingestufte Viertel zu kontrollieren. Nach dem Umzug in die Steinstraße 50 im Jahr 1906 galt dieser Ort bald als die Zentrale der Polizei in Dortmunds Norden und erhielt schnell den Beinamen „Steinwache“.

Anmeldung

Zusätzlich zu der Besichtigung der Gedenkstätte wird es ein Kurz-Seminar zum Themenschwerpunkt „Politische Verfolgung“ geben. Treffpunkt ist der Bahnhof Marl-Sinsen (9.30 Uhr). Die Teilnahme inkl. der Zugfahrt nach Dortmund ist kostenfrei. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine zeitnahe Anmeldung per Email an: jennifer.radscheid@marl.de oder unter Tel.: 02365/ 99 2777 gebeten.

Jennifer Radscheid

Insbesondere möchte sie den Dialog fördern und zu mehr Transparenz in der Integrationsarbeit beitragen. „Mittel- und langfristig möchte ich dafür arbeiten, dass alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Kultur und Religion gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben und an der Gestaltung unserer Stadt noch intensiver mitwirken können", so Jennifer Radscheid. „Jeder soll frei von Diskriminierung leben und seine Zukunft selbstbestimmt in einer friedlichen Gesellschaft gestalten können."
1
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.