Marlern stinkt's: Dienstaufsichtsbeschwerde von Saria-Anwohnern gegen Kreis RE

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Über die Initiative MHNV hat BürgerReporter Siegfried Schönfeld sehr oft auf lokalkompass.de berichtet. (Foto: Siegfried Schönfeld)
„Es stinkt seit Jahren unerträglich“, sagen die Mitglieder der Bürgerinitiative Marler haben die Nase voll (MHNV). In den Kampf für bessere Luft in Alt-Marl kommt jetzt Bewegung. Sieben Anwohner haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet und gehen gegen die Kreisverwaltung Recklinghausen als örtlich zuständiger Immissionsschutzbehörde vor.

Konkret wird der Kreisverwaltung vorgeworfen, sie habe nichts wegen des andauernden Verwesungsgestanks in ihrem Wohnumfeld unternommen. Dabei geht es laut MHNV auch um die Nichtbearbeitung vieler Anträge auf immissionsschutzrechtliches Einschreiten zahlreicher betroffener Anwohner beziehungsweise deren nicht ernsthaft bearbeiteten Umweltbeschwerden.

Es gab schon über 1.000 Beschwerden


In den vergangenen Jahren gab es rund 1.000 Beschwerden wegen unzumutbarer, ekelhafter Geruchsimmissionen, welche vom Betriebsgrundstück der Firma Rethmann-Saria und seiner Schlachtabfallsparte „Sarval“ (vormals Knochen- und Fettunion) ausgehen.
Der Betrieb verarbeitet laut Kreis Recklinghausen vor der Wohnsiedlung in Alt-Marl täglich rund 300 Tonnen geruchsintensiver Schlachtabfälle wie Fett, Knorpel, Blut und Knochen.
Die Immissionsschutzbehörde hat im Frühjahr nach nach verstärktem öffentlichen Druck technische Mängel bei der Firma festgestellt und öffentlich in der Presse mitgeteilt, dass das Unternehmen mit der vorhandenen Ablufttechnik die Gerüche nicht wie im Genehmigungsbescheid vorgeschrieben einhalten kann. Die Initiative kritisiert, dass sich die Anwohner seit drei Jahren beschweren, sich aber nichts getan hat.

Am Donnerstag ist Saria auch wieder ein Thema im Marler Rat. http://www.lokalkompass.de/marl/politik/stadtrat-m...
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