Neujahrsempfang der CDU im voll besetzten Rathaus – Guter Auftakt für das Wahljahr

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Das Wahljahr 2014, insbesondere mit Rats- und Bürgermeisterwahl sowie mit der Europawahl, prägten den diesjährigen Neujahrsempfang im vollbesetzten Marler Rathaus. Eine Veranstaltung, die die Linie der informativen CDU-Empfänge erfolgreich fortsetzte.

Zum ersten Mal begrüßte Uwe Göddenhenrich, der neue Vorsitzende der Marler CDU, die mehreren hundert Gäste. Er stellte sich vor, skizzierte die hohe Schuldenlast der Stadt, beschwor sinkende Lebensqualität und insbesondere marode Straßen und verlangte eine angemessene Finanzausstattung von Bund und Land. „Wir werden uns mit all unserer Kraft und neuen Konzepten für Sie einsetzen – für ein lebenswerteres Marl.“

„Bleiben Sie gesund. Alles andere ergibt sich von alleine“, so begrüßte Dr. Renate Sommer, Mitglied des Europäischen Parlamentes, die aufmerksamen Zuhörer. Doch vieles werde sich eben nicht alleine ergeben in einem Jahr mit so vielen Wahlen, auch wenn sie alle an einem Tag stattfinden.

Den großen Aufgabenkreis der Europapolitik umriss Dr. Sommer in ihrem Festvortrag „20 Jahre Europäische Union“. Zwar sei in Europa schon „unglaublich viel erreicht worden“, doch es stellten sich immer neue Aufgaben. So seien Rumänien und Bulgarien bis heute eigentlich nicht beitrittsreif für die EU.

Das sei aber kein Grund, die Freizügigkeit in Europa einzuschränken. Deutschland brauche einerseits Fachkräfte, andererseits würde die Freizügigkeit auch missbraucht und als Armuts-Zuwanderung kritisiert.

„Unser Problem ist, dass wir in Deutschland etwas zu großzügig sind“, machte die Europapolitikerin deutlich. Es sei notwendig, dass Sozialamt und Ausländerbehörde eng zusammenarbeiten, um keinen Missbrauch zuzulassen. „Wir müssen die Gesetze eindeutig machen“, forderte sie, damit die Auseinandersetzung nicht bis zum Europäischen Gerichtshof geht. „Wir müssen konsequent und streng die Gesetze anwenden.“

Die Europawahl im Mai sei eine Richtungswahl. Es gehe immer mehr um die Frage, wie sehr die Bürger bevormundet würden, bedauerte Dr. Sommer.

Eigeninitiative, ehrenamtliche Arbeit und um das Gemeinwohl bemühtes Engagement waren auch in diesem Jahr Thema des Neujahrsempfangs. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Andreas Rexfort zeichnete diesmal die Blutspende-Betreuer des DRK aus. Sie sind die stillen Helfer, die kein Aufheben um sich selber machen, die keine Forderungen stellen und kaum eine Lobby haben.

Mit einem Umtrunk und vielen Gesprächen fand der Empfang seinen Abschluss.
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