Pilotprojekt „Lernzeitenmodell“ für Flüchtlingskinder an der Haard-/Johannesschule in Marl

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Nach Auskunft der Erzieher verläuft die Integration der Kinder sehr schnell. Durch große Neugier an der Sprache wird diese zügig und problemlos erlernt. Trotzdem reichen die Ressourcen, die für 18 Kinder bereitgestellt wurden, auf Dauer nicht aus.

In der Grundschule mit den meisten Flüchtlingskindern (Haard-/Johannesschule) wurde nach den Herbstferien bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 projektweise eine Lerngruppe für 18 Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Zugewanderte Schülerinnen und Schüler, die aufgrund fehlender Deutschkenntnisse nur schwer am Unterricht der Regelklasse teilnehmen können, erhalten ein Förderangebot im Rahmen einer zeitweisen äußeren Differenzierung jeweils bedarfsgerecht montags-freitags für 2 Unterrichtsstunden. Ziel ist es die schnellstmögliche Eingliederung in die Regelklasse zu erreichen. Die pädagogische Arbeit findet neben dem Unterricht von Fachkräften (Erzieherinnen) in Differenzierungsräumlichkeiten statt. Bei kindgerechter Arbeitsweise wird auf die Probleme (Traumata der Kinder, Ruhebedürfnis, Sozialverhalten usw.) eingegangen.
Ein intensiver Austausch zur Lernsituation der Schülerinnen und Schüler zwischen Schulleitung und eingesetzten Fachkräften erfolgt kontinuierlich. Spezielle Fortbildungen und regelmäßige Teamsitzungen zur Ausübung der Lernförderung werden durchgeführt.

Erste Erkenntnisse

Das für 18 Kinder eingerichtete Lernzeitenmodell an der Haard-/Johannesschule wird inzwischen von 34 Kindern in Anspruch genommen. Eine fortwährende Fluktuation der Teilnehmer, einige ziehen aus einer Notunterkunft in eine Wohnung und besuchen eine näher gelegene Grundschule, andere benötigen die Lernförderung nicht mehr, wieder andere kommen neu hinzu, erschwert die Arbeit der Erzieher. Aus diesem Grunde werden die Kinder derzeit in drei Untergruppen mit einer Größe von 10 bis 12 Kindern gefördert.
Trotzdem reichen die Ressourcen, die für 18 Kinder bereitgestellt wurden, auf Dauer nicht aus. Weiterhin bestehen Bedarfe auch an anderen Grundschulen, insbesondere an Schulen an denen eine große Anzahl von Flüchtlingskindern beschult wird.
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