SARIA-Anwohner aus Marl Frentrop schreiben an Kreis Recklinghausen und SARIA

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Die Anwohnerinitiative für bleibende Lebensqualität in Marl hat an Bürgermeister Arndt und Fraktionsvorsitzende des Marler Rats geschrieben.
MHNV schreibt, wir möchten Sie kurz darüber informieren, dass wir heute Morgen den Kreis Recklinghausen als zuständige Behörde und die Firma SARIA als Verursacher der immer noch andauernden Geruchsbelästigungen angeschrieben haben.

Gestatten Sie uns vorab noch ein persönliches Wort:
Es ist schön, dass sich in den vergangenen Tagen sowohl Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, WIR, Wählergemeinschaft DIE
GRÜNEN und BÜNDNIS 90/Grüne sowie DIE LINKE hinter uns gestellt haben. Manche von Ihnen sogar mit konkreten Schritten. Vielen Dank dafür!
Leider konnten viele von Ihnen das Thema "Gestank" in der Vergangenheit nicht mehr hören. Auch wir nicht mehr. Aber durch die deutlich
gestiegene Geruchsbelästigung mussten wir das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit tragen. Viele haben das missverstanden und als allgemeine
Nörgelei im Hinblick auf die geplante SARIA-Erweiterung fehlinterpretiert.
Dabei ist doch klar, dass wir unabhängig davon, ob SARIA hier größer wird oder nicht, gute Luft und die größtmögliche Lebensqualität haben
wollen.
Bitte lassen Sie nicht nach in Ihrem Bemühen dem Unternehmen klar zu machen, dass es endlich seine öffentlich gemachten Zusagen für saubere
Luft und eine offene und transparente Informationspolitik einhält.
Mit freundlichen Grüßen
"MAHN" - Anwohnerinitiative für bleibende Lebensqualität in Marl

Die beiden Mails folgen zur Kenntnis.

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Schreiben an Kreis Recklinghausen,
Leiter des Vestischen Umweltzentrums:


Sehr geehrter Herr Görß,

angesichts des SARIA-Gestanks bitten wir um Informationen über den
aktuellen Sachstand.
Leider konnten wir nur über die Presse vernehmen, dass SARIA "hofft",
dass die Ursache gefunden sei.
Das Unternehmen hält es mal wieder für nicht nötig uns zu informieren.
Wir wissen eigentlich gar nichts. Auch nicht, in welchem Betriebsteil
die Störung war und bitten um den Hinweis, wann es erste Hinweise und
Beschwerden auf Geruchsbeschwerden gegen SARIA gegeben hat.
Ferner fragen wir uns, warum Anwohner einerseits in der Presse
ausdrücklich Anwohner für Ihre Hinweise lobt, die dann ja auch angeblich
zur Lokalisierung des Defekts beigetragen haben, andererseits aber beim
Geruchsgutachten ausgeschliesst, weil sie den Gutachter in der
Konzentration stören würden. Es dürfte doch klar sein, dass wir als
Anwohner großes Interesse daran haben mitzuhelfen den Gestank zu
eleminieren.
Diesen Widerspruch gilt es von Seiten SARIA aufzulösen. Eine Bewertung
Ihrerseits -wie beim Gespräch in Ihrem Hause am 08.12.2014- ist uns sehr
wichtig.
- Welche Stoffe denn da entwichen, die gestunken haben, wie ist das
gemessen worden und welche Auswirkungen hat das auf Anwohner und Umwelt.
Ich tippe mal auf Ammoniak und vielleicht auch Methan (zumindest, wenn
es sich um die Biogasanlage handelt). Ammoniak ist "gut geeignet", die
Vegetation und Arten im Landschaftsschutzgebiet zu schädigen, wenn es
über längere Zeit in höheren Konzentrationen als zulässig entweicht.
- Ist aus Ihrer Sicht die angebliche Millioneninvestition in die
Abluftbehandlung denn an der richtigen Stelle investiert worden? Was
gibt es noch für Möglichkeiten der Leckage und wie kann man hier
gegensteuern, vermeiden, vermindern? Wäre eine "doppelte Luftwäsche"
eine Alternative?
Bitte geben Sie uns eine kurze Info, bis wann wir mit der Antwort
rechnen können.
Bitte senden Sie uns auch das Ergebnisprotokoll vom 08.Dezember 2014 zu.
mit freundlichen Grüßen

"MHNV" - Anwohnerinitiative für bleibende Lebensqualität in Marl

An SARIA

Betreff: SARIA-Gestank - Bitte um Informationen

An: Gerhard Deitert

Sehr geehrter Herr Deitert,
angesichts des SARIA-Gestanks bitten wir um Informationen über den
aktuellen Sachstand. Wir bedauern, dass Sie es auch nach dem guten
Gespräch am runden Tisch im Kreis Recklinghausen nicht für nötig halten
uns als Anwohnerinitiative direkt zu informieren. Genau das war einer
unserer Kritikpunkte, die wir direkt angesprochen hatten. Dass, was in
der Presse war, ist erschreckend wenig. Dass SARIA "hofft", dass die
Ursache gefunden ist, reicht uns nicht.
Wir möchten Sie gerne weiter unterstützen, denn auch unser Interesse ist
es den Gestank vor unserer Haustür zu beenden.
Dazu ist es aber erforderlich, dass Sie die von Ihnen gemachten Zusagen
einhalten, die Sie uns zuletzt beim Kreis Recklinghausen am 08.12.2014
gemacht haben. Transparenz und Dialogbereitschaft vermissen wir
weiterhin.
Ferner fragen wir uns, warum SARIA einerseits in der Presse ausdrücklich
Anwohner für Ihre Hinweise lobt, die dann ja auch angeblich zur
Lokalisierung des Defekts beigetragen haben, andererseits aber beim
Geruchsgutachten ausgeschliesst, weil wir den Gutachter in der
Konzentration stören würden. Es dürfte doch klar sein, dass wir als
Anwohner großes Interesse daran haben mitzuhelfen den Gestank zu
eliminieren.
Diesen Widerspruch gilt es von Ihrer Seite aufzulösen.
Bitte geben Sie uns eine kurze Info, bis wann wir mit einer Antwort
rechnen können.
mit freundlichen Grüßen

"MHNV" - Anwohnerinitiative für bleibende Lebensqualität in Marl
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