SARIA-Sicherheitsventil pfeift 45 Minuten – Keiner merkts, nur die Anwohner in Marl Frentrop!

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Unglaublich, dass SARIA so fahrlässig mit den Hilferufen und Hinweisen von Anwohnern umgeht. Lernt SARIA eigentlich gar nichts?

„Fehleinsatz“ entpuppt sich als nicht erkannte technische Störung bei SARIA!

Feuerwehr, SARIA-Mitarbeiter der Nachtschicht und ein eigens alarmierter Bereitschaftsmitarbeiter der Firma SARIA haben am frühen Sonntagmorgen nicht mitbekommen, dass ein Sicherheitsventil angesprungen ist und mindestens 45 Minuten weiße Dampwolken und Pfeifgeräusche produzierte, die kilometerweit zu hören waren. Und das, obwohl mehrere Anrufer bei Polizei, Feuerwehr und der SARIA-Hotline über weißen Dampf über dem Firmengelände, Lautes Zischen und Pfeifen hinwiesen.

Hier kommt die telefonische Erklärung der Immissionsschutzabteilung des Kreises Recklinghausen:

Es müsse wohl zeitgleich einen LKW-Unfall auf dem Betriebsgelände an der Tankstelle von SARIA und den Dampfaustritt gegeben haben, für den es aber außer drei Anwohnern keine weiteren Zeugen gäbe.

Zum Unfall: Ein Fahrer soll auf dem Betriebsgelände an der SARIA-Tankstelle beim Anfahren die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Dabei sei er aufgefahren. Er blieb unverletzt, die Frontscheibe des LKW sei aber bei der Kollission zerstört worden.

Die Rauch- und Lärm-Entwicklung aber hätten weder die Feuerwehr (Kreis hat Feuerwehrprotokoll eingesehen!) noch die Mitarbeiter von SARIA-SARVAL mitbekommen.

Auf die Frage, ob man beim Hinweis mehrerer verschiedener Anrufer unter dem Hinweis „ungeklärte Rauchentwicklung“ nicht ums Gelände hätte laufen müssen, um dort Probleme auszuschließen, sagte der Kreis-Mitarbeiter, er könne nicht für SARIA-SARVAL und die Feuerwehr sprechen.

Da auch ein Bürger die SARIA-Hotline angerufen haben soll, sei extra ein Bereitschaftsmitarbeiter von SARIA zum Betriebsgelände gefahren. Aber auch er habe nur den LKW-Unfall auf eigenem Gelände gesehen. Das Pfeifen des Druckventils, das kilometerweit zu hören war, habe auch er nicht mitbekommen.

Ursache laut Kreis RE gefunden: Defektes Sicherheitsventil

Erst als ein Mitarbeiter des Kreises Recklinghausen bei SARIA war, kam man auf die Idee, dass ein Ventil kaputt sein könnte. Und in der Tat, habe SARIA später in Abwesenheit des Kreis-Angestellten bei Tests festgestellt, dass ein “Automatikventil” defekt sei. Man könne sich vorstellen, dass das für die Anwohner am frühen Sonntagmorgen sehr imposant gewesen sei, betonte der Kreis-Mitarbeiter, „denn auf den Leitungen ist ordentlich Dampf drauf!“

Auf die Frage, ob das Unternehmen den Druckverlust der Anlage nicht bemerkt hätte, hieß es, man könne das nicht erkennen.

Auch die Frage, warum Mitarbeiter des Standorts, der Bereitschaftsmitarbeiter, der extra rausgekommen sein soll sowie die Feuerwehr dem Hinweis auf ungeklärte Rauchentwickung nicht nachgegangen seien, zumal das Problem auch noch 10 Minuten nach Abrücken der FW bestand, könne er auch nicht sagen, weil es nicht sein Bereich sei.

Laut Kreis-Mitarbeiter sollten die Anwohner aber froh sein, dass es solche Automatikventile gibt. Zitat: „Denn wenn Dampfleitungen platzen, ist das ziemlich böse.“

Also ist noch die Frage offen, warum niemand bemerkt, dass ein Sicherheitsventil mehr als eine Dreiviertelstunde vor sich hin pfeift und weder Mitarbeiter, extra alarmierter Bereitschaftsmitarbeiter noch die Feuerwehr das mitbekommen, während zwei Anwohner am Firmengelände stehen und davon ausgehen, dass das Problem geklärt wird.
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Udo Surmann aus Herten | 12.08.2015 | 22:39  
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