„Singend Deutsch lernen“ für Flüchtlingskinder in Marl Sinsen

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Sozialarbeiterin Karola Richter und Gitarrenlehrer Dieter Müller freuen sich über die großen Erfolge der Kinder. (Foto: Marl)

Kindern von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Marl, die kaum Deutsch sprechen oder verstehen, wird im Rahmen des Projekts „Singend Deutsch lernen“ die Sprache ohne Grammatikunterricht und Vokabellernen vermittelt – mit Hilfe der Musik.

Aufgrund des großen Erfolges soll das niederschwellige Angebot jetzt fortgeführt und ausgebaut werden.

Sprachliche Muster unverkrampft trainieren

Derzeit singen Gitarrenlehrer Dieter Müller und Karola Richter, Schulsozialarbeiterin an der Haard-Johannesschule, einmal in der Woche gemeinsam mit den Kindern. Sie stellten die bisher erlernten Lieder im Gemeindezentrum Liebfrauen vor. „Musik ist eine hervorragende Methode, um das Innere der Kinder rasch zu erreichen, Hemmungen in der Sprachanwendung abzubauen und sprachliche Muster unverkrampft zu trainieren“, sagt Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka.

Zugang zu einer neuen Sprache

Mimik und Gestik eröffne den Zugang zu einer neuen Sprache. Auch das spielerische Moment und die häufige Wiederholung der Worte und Sätze, die Kombination einfachster Bilder, Gesten und Bewegungen helfen dabei, die Kinder an die Sprache heran zu führen. „So lernen sie schneller Deutsch“, ist Dr. Barbara Duka überzeugt. Darüber hinaus unterstützt das gemeinsame Singen die Bewältigung von schwierigen Alltagserfahrungen oder Ängsten und soll auch die Eltern anregen, sich der deutschen Sprache zu nähern.

Projekt wird fortgesetzt


Aufgrund der positiven Erfahrungen in den vergangenen Monaten soll das Projekt „Singend Deutsch lernen“ jetzt fortgesetzt und zusätzlich an einem weiteren Standort angeboten werden, so die Stadt Marl.
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