Stadt Marl erhält keine finanzielle Hilfe vom Land für Spendenaktion „Bürgerbäume"

Anzeige
Die Stadt Marl erhält auch für ihre Spendenaktion „Bürgerbäume" keine finanzielle Hilfe vom Land NRW. Das Versprechen von Umweltminister Johannes Remmel - jeden gespendeten Euro der Bürger zu verdoppeln, um die Auswirkungen des Orkan „Ela" zu bewältigen - bleibt für Marl lediglich ein reines Lippenbekenntnis.

Versprochen gebrochen durch die rotgrüne Landesregierung.

Für die Stadt und insbesondere für die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ist diese Entscheidung ein Schlag mitten ins Gesicht. Nach Auffassung der Stadt sei hier „etwas versprochen, aber nicht gehalten worden". Die Aussage des Umweltministers war von Anfang an festgelegte Kriterien gelegt. Den Marler Bürgern wird hier Unrecht getan, weil ihr Engagement in Düsseldorf nicht ernst genommen wird.

„Marl wird hier doppelt bestraft"

Die Stadt zeigte sich über die jüngste Entscheidung aus Düsseldorf erneut maßlos enttäuscht, Marl wird hier doppelt bestraft. Denn nach der Absage über finanzielle Hilfen für die vom Unwetter „Ela" entstandenen Schäden sei die neuerliche Nachricht aus der Landeshauptstadt bereits der zweite Nackenschlag binnen weniger Wochen. Auch diese Entscheidung ist nur schwer nachzuvollziehen. Bislang haben Marler Bürger 1.535 Euro bei der Aktion ‚Bürgerbäume‘ gespendet - im Falle einer finanziellen Aufstockung seitens Land wäre das schon eine ordentliche Summe gewesen, mit dem mehr Bäume hätten angepflanzt werden können. Von dem Vertreter für die Stadt Marl im Landtag hört man in dieser Angelegenheit nichts. Carsten Löcker (SPD)
Wahlkreisbüro Marl, schweigt im Landtag weiter eisern für Marl.

"Milchmädchenrechnung aufgemacht"

Grund für die erneute Absage des Landes ist hier die Feststellung des Deutschen Wetterdienstes, dass Marl nicht besonders stark vom Orkan „Ela" betroffen war. Wie das Innenministerium bereits mitteilte, lagen 23 Prozent der Gemeindefläche im Zentrum des Sturmtiefs, so dass das von der Landesregierung festgelegte 30-Prozent-Kriterium nicht erreicht wurde. De facto geht es um sieben Prozentpunkte. Hier wurde eine Milchmädchenrechnung aufgemacht, die Städten wie Marl vor den Kopf stößt, weil sie nicht in der Lage ist, die vom Sturmtief „Ela" verursachten Kosten (ca. 450.000 Euro) aus eigener Kraft zu stemmen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
3.207
Monika Wübbe aus Marl | 11.10.2014 | 15:33  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.