Überversorgung bei stationären Pflegeeinrichtungen in Marl?

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(Foto: geralt)

Trifft es zu, dass mit der Fertigstellung der „Belia“ Seniorenresidenz an der Bergstraße und des Seniorenzentrums „Herzlia Allee“ der Firma Pro Talis in 2016 ein Überangebot an stationären Pflegeplätzen in Marl in Höhe von 99 Plätzen entstehen wird?

Welche Auswirkungen wird dieses Überangebot auf die Belegung der anderen
stationären Pflegeeinrichtungen im Stadtgebiet haben?
Birgt diese Entwicklung betriebswirtschaftliche Risiken?
Welche Maßnahmen kann Marl gegenüber dem Kreis Recklinghausen ergreifen, um einer Überversorgung durch den Bau weiterer Pflegeeinrichtungen auf dem Stadtgebiet entgegen zu wirken?
Welche Rolle spielen hierbei die seit dem 01.01.2015 bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten der Pflegebedarfsplanung durch den Kreis, wie z.B. die Versagung der Investitionskostenförderung über das Pflegewohngeld für Einrichtungen, für die kein Bedarf mehr besteht?
Welche Maßnahmen wird die Stadt ergreifen, um altersgerechte Quartiere zu entwickeln, die den Verbleib in Wohnung und eigenem Stadtteil so lange wie möglich sichern?
So lauten Anfragen der Bürgerliste WIR für Marl zur nächsten Stadtratssitzung

WIR nennt als Begründung:

Nach dem Pflegeplan 2012 des Kreises Recklinghausen entsteht bis Ende 2016 im Kreisgebiet ein Bedarf an 87 weiteren Plätzen in stationären Pflege-einrichtungen. Davon fallen alleine 61 zusätzliche Plätze auf die Stadt Marl.
Aber bis Ende 2016 steigert sich in Marl die Anzahl stationärer Pflegeeinrichtungen auf elf. Dann werden in Marl 1050 stationäre Pflegeplätze bestehen. Rein rechnerisch bestünde dann eine Überversorgung von 99 Plätzen.
Das könnte bei eingeschränkter Auslastung betriebswirtschaftliche Probleme anderer stationärer Pflegeeinrichtungen hervorrufen. Darüber hinaus kann mit der Beantragung einer Genehmigung die Förderung neuer Einrichtungen über das Pflegewohngeld verbunden sein, die zu einer zusätzlichen Belastung der Etats von Kreis und Städten führen würden.
Der Bedarf wird sich nach Einschätzung des Kreises jedoch zukünftig verringern.
Nur konsequent an den Menschen orientierte Quartiersentwicklung wird den positiven Trend stärken.
Die Quartiersentwicklung liegt in alleiniger Verantwortung der Städte und Gemeinden.
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