Umweltausschuss des Regionalverband Ruhr befasst sich mit der Halde Brinkfortsheide in Marl ?

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Die Verbandsleitung des Regionalverband Ruhr RVR: Bereich III - Planung Regionalentwicklung, Geoinformation, Raumbeobachtung Martin Tönnes am 10.07.2017 Foto RVR/Volker Wiciok

Zum Ende des Jahres 2018 schließen die letzten RAG-Bergwerke, so dass die Bergbauaktivitäten insgesamt eingestellt werden. Im Zusammenhang mit der Beendigung des „Bergbaus“ strebt die RAG an, sich kurzfristig u. a. von Halden- und Forstgrundstücken zu trennen und  eine  Folgenutzung zu initiieren.
Die RAG beabsichtigt daher, sich von Halden- und Forstgrundstücken in einer Gesamtgröße von ca. 2.300 ha durch „Übertragung“ bzw. Veräußerung an den RVR bis zum 31.08.2018 zu trennen.

Darunter ist auch die Halde Brinkfortsheide in Marl. 

Derzeit werden alle Halden auf ihre Nutzungsmöglichkeiten untersucht. Geprüft wird auch das Verbringen von Abfällen auf der Halde. Dazu gehört die Halde Brinkfortsheide-Erweiterung in Marl,die möglicherweise als Deponiestandort für mineralische Abfälle weiter genutzt werden könnte. Dazu wird ein Teil der Halde Brinkfortsheide-Fortsetzung geprüft. Die Halde hätte dann die Deponieklasse 1.
Was  mit jeder Deponie einhergeht, sind Lärmbelastung durch anliefernde und abholende LKW, die Staubbelastung beim Transport sowie beim Abladen, sowie die Gefahr, dass Regen Schadstoffe aus der Deponie auswäscht und diese über Grundwasser oder angrenzende Bäche und Flüsse in den Wasserkreilauf gelangen.

Die Halden im Norden des Ruhrgebiets sollen für den Unterhalt der Halden zahlen.

Vor diesem Hintergrund prüft der RVR aktuell ein Finanzierungsmodell der RAG, dass eine Refinanzierung der Unterhaltungskosten nach Übergang der Haldengrundstücke auf den RVR langfristig regeln soll. Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass die benötigten Unterhaltungskosten aus den Pachteinnahmen aus Windkraftanlagen auf Haldengrundstücken sowie aus der Bereitstellung von Haldengrundstücken für Deponiezwecke finanziert werden.

 

Einnahmen aus Deponie auf Halde

Die Refinanzierung der Unterhaltungskosten weiterer 17 Halden könnte aus Pachteinnahmenvon zwei bis drei potentiellen Deponiestandorten auf bereits bestehenden Haldenkörpern dargestellt werden. Diese Deponien würden im Falle ihrer Genehmigung für mineralische Abfälle der DeponieklasseI,  genutzt werden. Im Rahmen der Aufstellung des Regionalplans gab es bereits in 2016 Gespräche mit dem MKULNV bezüglich der Absicht der RAG, Halden für Schüttungen von Bauschutt etc. zu nutzen.  Die entsprechenden Standorte wurden auch in Abstimmungmit der RAG in die Arbeitskarte des Regionalplans aufgenommen.

Arbeitskarte des Regionalplan nicht öffentlich?

Für den Fall, dass aus genehmigungsrechtlichen oder anderen Gründen eine Nutzung von Halden als Deponiestandorte nicht möglich ist und damit die Finanzierung der Unterhaltungskostenüber diesen Weg scheitert, wird dem RVR im Rahmen des Kaufvertrages ein Rücktrittsrecht eingeräumt. 

RVR-Umweltausschuss tagt

Der Umweltausschuss des Regionalverbandes Ruhr (RVR) tagt am Freitag, 15. September, 10 Uhr, im Wilhelm Nedelmann Saal des Chorforums Essen, Fischerstraße 2-4, Essen. Auf der Tagesordnung steht der Sachstandsbericht zur Projekt- und Finanzplanung der IGA Metropole Ruhr 2027. Außerdem geht es beim Tagesordnungspunkt "Grundstücksangelegenheiten mit der Ruhrkohle AG" um die Übernahme von Halden und den Erwerb von Forstgrundstücken.

Forderung der Bürgerinitiative Marl Hüls 

Bei der Bürgerversammlung in Hüls zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) 2025 nannten die Hülser ihre Wünsche zur Halde Bringfortsheide . Für die Nachnutzung der Halde im Hülser Norden wird eine Freizeitnutzung vorgeschlagen. Dabei ist jedoch auf eine gute Anbindung an den südlichen Stadtteil zu achten, welcher durch eine Bahnlinie von der Halde getrennt wird. Das würde durch eine Mülldeponie  verhindert.
Die Bürgerinitiative Marl Hüls fordert den Ausbau der Halde als Naherholungsgebiet und damit den Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger.

KEINE DEPONIE AUF DER HALDE BRINKFORTSHEIDE IN MARL.


Webseite der Bürgerinitiative Marl Hüls

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