Volkstrauertag 2015 in Marl war bestimmt von Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris

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Auch der Sonntag war in Marl bestimmt von der Trauer um die Opfer des Terrors in Paris. In Ansprachen und mit einer Kranzniederlegung wurden der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Bei den Terroranschlägen am 13. November in Paris starben rund 130 Menschen, mehrere Hundert wurden verletzt.

Wir sind zutiefst erschüttert über die Terroranschläge von Paris. Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern, ihren Familien und Freundinnen und Freunden. Jegliche Spekulationen und Versuche, die Terroranschläge von Paris jetzt in Deutschland zu benutzen um Stimmung gegen Muslime und Flüchtlinge zu machen, verurteilen wir aufs Schärfste. Das betonten alle Redner der Gedenk- und Mahnfeier zum Volkstrauertag im Rathaus Marl.
Bürgermeister und Pfarrer Heiner Innig von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Josef haben in Ansprachen der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Muhammet Catmak von den Marler Moscheen und verlas eine Solidaritäts- Botschaft.
Das Gedenken fand unter dem Thema „Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg“ statt und stellte das Engagement für den Frieden in den Mittelpunkt. So jährt sich in diesem Jahr nicht nur das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal, auch die hohe Anzahl von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten erinnert daran, dass Frieden ein wertvolles und nicht selbstverständliches Gut ist.
Mitgestaltet wurde die Trauer- und Mahnfeier von der Musikschule Marl und dem katholischen Dekanat Marl.
Pfarrer Heiner Innig wies auf die Worte des Bischof von Münster, Dr. Felix Genn hin.
Wörtlich sagte der Bischof: "Die Terroranschläge in Paris machen auch mich fassungslos und erfüllen mich mit tiefer Trauer. Angesichts eines solchen Hasses, der allen christlichen Werten zutiefst widerspricht, und des Leids, das daraus entsteht, fällt es schwer, Worte zu finden. Umso wichtiger ist für uns Christen das Gebet. Im Gebet verbinden wir uns mit Opfern und Angehörigen, im Gebet können wir ihr Leid und unsere Fragen, unsere Angst und unseren Schmerz Gott hinhalten.
Ich bitte alle Christen im Bistum Münster, sich heute in allen Gottesdiensten und im persönlichen Rahmen mit einem solchen Gebet an Gott zu wenden. Gemeinsam wollen wir ihn um Kraft und Trost vor allem für jene bitten, die direkt von den Anschlägen betroffen sind. Wir wollen aber auch für uns selbst bitten, dass wir die Kraft finden, uns immer und überall gegen Hass, Hetze und Menschenfeindlichkeit zu wenden."
Zudem führten Schülerinnen und Schüler des Theaterkurses der Günther-Eckerland-Realschule zwei Szenen zum Thema „Flucht und Sehnsucht“ auf. Lisa Petrat von der Musikschule Marl begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Videos vom Volkstrauertag 2015 in Marl

Rede der Stadt Marl

Muhammet Catmak von den Marler Moscheen verliest eine Erklärung zum Volkstrauertag 2015 in Marl

Pfarrer Heiner Innig von St. Josef beim Volkstrauertag 2015 in Marl

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