Die Rosskastanienminiermotte hat Bäume in Marl befallen

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Rosskastanienblätter, geschädigt durch die Kastanienminiermotte

Einige Rosskastanien in Marl sind von der Rosskastanienminiermotte befallen. Sie werfen ihre braun gewordenen Blätter bereits jetzt ab. Kastanien auf der Victoriastraße in Marl Hüls und im Volkspark sind befallen.

Die Schadwirkung

Die Fraßgänge (Minen) der Larven führen zu einer schnellen Braunfärbung und damit zum langsamen Welken der Blätter schon im Sommer. Dies führt zu einer Schwächung des Baumes, da die Photosynthese unterbrochen wird. Die Bäume können weniger Nährstoffe aufnehmen. Sie verlieren auch ihre ästhetische Qualität, zumindest Monate früher als ohne Befall durch die Rosskastanienminiermotte. 
Bisher ist allerdings noch kein Absterben der Bäume aufgrund des Befalls durch die Rosskastanienminiermotte beobachtet worden. Auf längere Sicht ist eine Schwächung der Bäume zu befürchten, da sie durch das Absterben der Blätter an der Assimilation gehindert werden. Stark befallene Bäume haben im Herbst deutlich kleinere Früchte als nicht oder weniger stark befallene.

Rosskastanienminiermotte

Die Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella), auch Balkan-Miniermotte genannt, ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten (Gracillariidae). Die Raupen und Puppen entwickeln sich fast ausschließlich in den Blättern der weißblühenden Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). 

Die Rosskastanienminiermotte wurde erstmals 1984 in Mazedonien in der Nähe des Ohridsees entdeckt. 1989 wurde sie in Österreich (im Raum von Linz und Steyr[1]) erstmals nachgewiesen[2] (eine erste Massenvermehrung fand hier bereits 1990/91 statt[3]). Seither breitet sie sich sehr schnell weiter in Mitteleuropa, sowohl nach Osten als auch nach Westen, aus. Ihre extrem schnelle Vermehrung ist dadurch zu erklären, dass die Art in Mitteleuropa nur wenige natürliche Feinde hat bzw. dass sich mögliche Fressfeinde diese neue Nische noch nicht erschlossen haben. 
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