Kündigung, Abmahnung, Geld bleibt aus: Kostenloser Rat in Sachen Arbeitsrecht

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Kaum ein normale Bürger kennt sich mit Arbeits- und Sozialrecht aus. Bei der CDA-Sprechstunde bietet Rechtsanwalt Karl-Heinz Hanfler Rat und Hilfe an. Ein kostenfreies Angebot in Marl.
 
Über 150 Marlern haben nach Schätzung von Karl-Heinz Hanfler, Fachanwalt für Arbeitsrecht, seit 2009 pro Jahr in der CDA-Sprechstunde bei ihm Rat gesucht.
Marl: Hans-Katzer-Haus | Innerhalb von drei Wochen muss gegen eine Kündigung eine Klage eingelegt werden, wenn man dagegen etwas unternehmen möchte. Mit solchen Fragen von Marlern, die um ihren Arbeitsplatz bangen, wird Rechtsanwalt Karl-Heinz Hanfler regelmäßig konfrontiert.

Wer kommt zu Ihnen in die CDA-Sprechstunde?
Karl-Heinz Hanfler: Das sind nicht nur arme Menschen aus Marl, wie man sich vorstellen könnte. Es sind oft Menschen, die sich problemlos einen Anwalt leisten können, viele haben sogar eine Rechtschutzversicherung. Aber sie kommen, um im Vorfeld abzuklopfen, ob sie überhaupt einen Anwalt brauchen oder weil sie nur einfach eine Frage haben.
Bei vielen, die ein geringes Einkommen haben wie Hartz-IV-Bezieher, ist dagegen die Hemmschwelle oft sehr groß. Von ihnen trauen sich leider nur wenige, Rat zu suchen. Dabei ist unsere Sprechstunde bei der CDA kostenfrei. Außerdem hat jeder Mensch das Recht auf Beratung und anwaltlichen Beistand.

Wie funktioniert das?
Man kann beim Rechtspfleger am Amtsgericht einen Antrag auf Beratungshilfe stellen. Wer ein geringes Einkommen hat oder bedürftig ist und das nachweist, hat Anspruch auf Rechtsbeistand.

Sie arbeiten als niedergelassener Fachanwalt für Arbeitsrecht und dem Schwerpunkt Verkehrsrecht - haben Sie überhaupt Zeit, außerdem ehrenamtlich zu arbeiten?
Die Zeit nehme ich mir. Ich mache das seit 2009, als mich Uwe Göddenhenrich als CDA-Vorsitzender darauf ansprach. Anfangs habe ich die Sprechstunde im Hans-Katzer-Haus einmal pro Woche durchgeführt. Das konnte ich aber nicht auf Dauer leisten. Nun mache ich es alle 14 Tage in Marl, im Wechsel in Herne, auch für die CDA, die mich darum gebeten hat.

Wie sind Ihre Erfahrungen, mit den Ratsuchenden - und wie reagieren Ihre Fachkollegen?
Sehr unterschiedlich. Ich bin ein richtiger Marler Junge, und in Marl sind die Menschen völlig anders als in Herne. Im Hans-Katzer-Haus suchen manchmal bis zu sieben oder acht Personen Hilfe. Ich erlebe sie als freundlich und sehr dankbar. Von meinen Anwaltskollegen in Marl habe ich keinerlei Reaktion erfahren auf meine ehrenamtliche Arbeit.
Anders dagegen in Herne. Der Herner Anwaltsverein hatte sich wegen meiner Sprechstunde an die Anwaltskammer gewandt. Die Anwaltskammer hatte natürlich nichts zu beanstanden.


Wie wird die CDA-Sprechstunde vorbereitet und durchgeführt?

Die Termine werden durch die Presse bekanntgegeben. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, wird gebeten, sich vorab telefonisch zu melden. Das vereinfacht die Planung. Ich weiß in der Regel, wie viele Menschen kommen und habe einen Anhaltspunkt, worum es geht. Die Ratsuchenden werden gebeten, die notwendigen Unterlagen mitzubringen.

Was war bisher die härteste Nuss?
Die gibt es nicht.

Manche Fälle sind doch bestimmt kompliziert?
Ja, einige. Ein Beispiel: Jemand bekommt seit Wochen kein Gehalt überwiesen. Vielleicht ist die Firma insolvent. Und es liegt noch eine Schwerbehinderung vor. Da überschneiden sich Arbeits-, Insolvenz- und Sozialrecht.

Zur Sprechstunde:

Die CDA-Sprechstunde mit Rechtsanwalt Karl-Heinz Hanfler findet alle 14 Tage statt.
Treffpunkt Hans-Katzer-Haus, Lipper Weg 78 in Marl-Drewer, dienstags ab 17 Uhr.
Sie ist kostenfrei, aber eine vorherige telefonische Anmeldung ist dienstags bis 12 Uhr unter 02365/ 43806 erforderlich.
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