Polizei geht gegen Tuningszene auf Zeche Ewald vor, zwei Fahrzeuge sichergestellt

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Für den Samstag wurde über szenenahe Internetforen zu einem illegalen "Anwärter Meeting" der Autotuningszene auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald in Herten eingeladen. Angesichts der Erfahrungen aus den Vorjahren wurden daher durch den Verkehrsdienst des Polizeipräsidiums Recklinghausen entsprechende Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchgeführt.

Im Laufe des Nachmittages konnten ca. 30 szenetypische Pkw in Herten-Süd erkannt, teilweise angehalten und überprüft werden. Im Zuge dieser polizeilichen Kontrollen wurden zwei Pkw sichergestellt, deren Betriebserlaubnis mutmaßlich erloschen war. Hier erfolgt noch eine ergänzende Prüfung durch einen amtl. Kfz-Sachverständigen. Darüber hinaus wurden verschiedene Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.Die Polizei bleibt dabei: Raser und illegale Autotuner werden durch die Polizei weiterhin konsequent verfolgt.
Rasen ist verantwortungslos und kann tödliche Folgen haben. Trotzdem beweisen sich Fahrer bei illegale Autorennen immer wieder, wer der schnellste ist. Im Geschwindigkeitsrausch verdrängen die Fahrer, dass sie mit dem Leben Unbeteiligter spielen.

Verkehrsunfallbericht 2016 für Marl und Umgebung

Während 2015 noch 176 Verkehrsunfälle mit der vorrangigen Ursache "Geschwindigkeit" registriert wurden, stiegen diese im letzten Jahr auf 198 VU an. Die meisten erfassten "reinen Geschwindigkeitsunfälle" hat es mit 412 VU im Jahr 2006 gegeben. Geschwindigkeit ist regelmäßig mitursächlich für die Schwere der Unfallfolgen.

"Seit dem Jahr 2012 war überhöhte Geschwindigkeit bei etwa 20 Prozent der Verkehrsunfälle mit Unfalltoten ursächlich. Das zeigt deutlich auf, wie wichtig die Überwachung der Geschwindigkeit ist. Unser Ziel bleibt folglich die nachhaltige und flächendeckende Reduzierung des Geschwindigkeits-niveaus", betonte der Leiter der Direktion Verkehr, Karl-Heinz Henn.
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