Karate Dojo Renshin Marl feiert den 6.DAN

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Karateka Jörg Kerschek erhält Großmeisterwürde
Eine große Ehre wurde dem Marler Karateka Jörg Kerschek zuteilt. Er bekam den 6. DAN und somit die Großmeisterwürde verliehen.
Seinen 6. DAN (Meistergrad) bestand der Vereinsvorsitzende des Karate Dojo Renshin Marl e.V. vor dem Prüfungsgremium des Deutschen Karate Verbandes mit Achim Keller 7. DAN, Frank Beeking 7.DAN und Ludwig Binder 6.DAN. Dabei galt es, eine 20-minütige Theorieprüfung zu bestehen; danach folgte die Praxis mit Kata (Form) und Selbstverteidigung. Zum ersten Mal seit der Karatepionier Jörg Kerschek 1981 Karate als eigenständige Kampfsportart in Marl eingeführt hat, erhielt ein Kämpfer aus der Region diese hohe Auszeichnung im traditionellen Verbandskarate.
Voraussetzung für die Zulassung war eine Empfehlung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und die Zustimmung der Bundesversammlung nach Prüfung des Kampfsportlebenslaufes von Kerschek, seiner Erfolge und seiner eingereichten Facharbeit über taktische Grundlagen der Selbstverteidigung.
Biographie überzeugt
Jörg Kerschek praktiziert seit 1972 täglich Kampfsport und leitet seit 1981 ununterbrochen Karatevereine. Er bestand 1979 den 1. DAN im Karate. Weitere Graduierungen im Judo, Jiu-Jitsu, Hapkido, Kung Fu, Modern Arnis und Kendo kamen im Laufe der Jahre hinzu. In der Zeit von 1979 trainierte er zudem im PSV Essen unter dem damaligen Bundestrainer Peter Trapski und ab 1986 unter dem nachfolgenden Bundestrainer Hideo Ochi in Bottrop.
Bis zu seinem 35. Lebensjahr war Kerschek als Karate-Wettkämpfer aktiv und erreichte über 25 Mal Edelmetall auf Landesmeisterschaften. Auf bundesdeutscher Ebene erreichte er neben dem Titel des Deutschen Meisters auch mehrere Platzierungen als Vizemeister. Diverse Vergleichskämpfe mit Auswahlkadern in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Dänemark folgten. Krönender Abschluss war die Teilnahme bei der Europameisterschaft 1982 in Göteborg. In dieser Zeit war Kerschek auch als Kumite-Landestrainer in NRW tätig.
Neben seinen sportlichen Erfolgen war der gebürtige Marler weiterhin von 1978 bis 1993 als Landes- und Bundeskampfrichter aktiv.
Aber nicht nur als Wettkampfsportler und Kampfrichter konnte Kerschek Erfolge aufweisen. Im Karate Dojo Renshin Marl e.V. wurden unter seiner Leitung 20 DAN Träger (bis zum 4. DAN) ausgebildet. Die Kampfmannschaft des Marler Dojos erzielte große Erfolge auf Landes- und Bundesebene. 4 Deutsche Meister im Jugendbereich sowie ein deutscher Vizemeister kamen aus dem Marler Verein. Hinzu kamen 5 dritte Plätze auf Bundeebene, 13 Landesmeister, 21 Vizelandesmeister, sowie über 60 Platzierungen im Kinder-, Jugend- und Seniorenbereich auf Meisterschaften und Turnieren.
Weiterbildung in Sachen Karate stand bei Jörg Kerschek immer an erster Stelle. So ist er mittlerweile Übungsleiter „Prävention - Haltung und Bewegung“, Trainer für Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, B-Trainer und lizenzierter Karatelehrer.
Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass er zahlreiche Japanaufenthalte verbuchen kann. Seine Reisen führten ihn nach Tokyo, Osaka und sowie nach Kyushu und Okinawa. Dort konnte er unter japanischen Großmeistern in deren Dojos trainieren und so seine Technik perfektionieren. Seine Reisen vertieften so den Blick auf die Wurzeln des Karate sowie auf die aktuellen Trainingsmethoden der japanischen Karatemeister.

Zahlreiche Projekte
In Nordrhein Westfalen wirkte Kerschek an zahlreichen Projekten mit. Bereits Ende der 70iger Jahre war er an der Ausarbeitung des ersten Selbstverteidigungs-konzeptes in der Nordrheinwestfälischen Karate Union und später im Deutschen Karate Verband beteiligt.
Ein weiteres Projekt startete bereits kurz nach dem Mauerfall. Zu diesem Zeitpunkt war Karate in der damaligen DDR noch verboten. Nach Öffnung der Grenze war Jörg Kerschek einer der ersten Karateka, die den Aufbau von Karate-Dojos in Brandenburg (Rathenow und Stendal) aktiv unterstützten.
Ende der 90er Jahre arbeitete er das Prüfungsprogramm der Stilrichtung Koshinkan (von der er auch Namensgeber ist) aus. In den Jahren 2004 - 2006 war Jörg Kerschek beruflich in Berlin gebunden. An der Charité entstand sein Selbstverteidigungskonzept für Rettungskräfte. Dieses Konzept wurde im weiteren Verlauf (ab 2007) auch in NRW an der Schule für Rettungskräfte in Velbert umgesetzt. Neben seiner Trainertätigkeit bei der Polizei des Bundes schrieb Jörg Kerschek zusammen mit Ludwig Binder sein erstes Fachbuch für Selbstverteidigung.
Seit 2012 leitet er, zusammen mit seiner Frau Doris, Kurs für Kinder der 3. und 4. Klasse der Offenen Ganztagsschulen in Marl.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass Kerschek im Jahr 2012 den Spendenverein „Helfen-per-Handschlag“ mit der japanischen Trommelgruppe Amaterasu Taiko gründete. Durch das Sammeln von Spenden konnte den Tsunamiopfern von Fukushima schnell und unbürokratisch geholfen werden.
Mittlerweile ist Kerschek Fachabteilungsleiter für den Kampfsport im Stadt-Sport-Verband Marl. Unter seiner Leitung wurde im Jahr 2015 das erste stilrichtungs-übergreifende Cross Defense Seminar -an dem zahlreiche Kampfsportvereine aus Marl teilnahmen- durchgeführt.
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