Spvgg. Erkenschwick - VfB Hüls: Quante-Elf glaubt an ihre Chance im Derby

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Gestürzt, aber aufgerappelt: Der kickende VfB-Co-Trainer Markus Kaya (re.) schenkte Neuenkirchen in der Nachspielzeit Einen ein, und seiner Mannschaft damit einen Punkt. Am Stimberg wäre den Hülsern ein Zähler sicher auch recht.

In der Erwartungshaltung der Verantwortlichen am Badeweiher hat eine erstaunliche Entwicklung stattgefunden. Nicht jeder Punktgewinn in der Oberliga entfacht gleich Freude und Erleichterung, es hagelt zuweilen sogar Kritik über das „Wie“. Ein gutes Zeichen für das Derby am Sonntag (15 Uhr) bei der Spvgg. Erkenschwick.

Will heißen: Der VfB Hüls tankte viel Selbstbewusstsein in den letzten Wochen und Monaten, sieht sich durchaus auf Augenhöhe mit dem Gros der Gegner. Damit tritt der Club die Reise zum stets prekären Nachbarschaftsduell nicht als ausgewiesenes Opfer an, sondern glaubt an seine Chance.

Auch tabellarisch spricht einiges für eine spannende und knappe Partie. Denn beide Teams mussten nach den bislang zehn Kräftemessen erst zwei Mal als Verlierer vom Grün stapfen. Zudem befindet sich die Elf von VfB-Trainer Karsten Quante auf Schlagdistanz zu den Erkenschwickern, die lediglich zwei Zähler Vorsprung aufweisen. Mit einem Auswärtstriumph würden die Hülser somit vorbeiziehen am direkten Konkurrenten in der erweiterten Spitzengruppe.

Beide Teams gehören zur erweiterten Spitzengruppe


Viel Brisanz also beim Spiel der Spiele für die beiden klassenhöchsten Teams im Kreis, bei dem auch mal wieder die Zuschauerzahl stimmen dürfte.

Was auf jeden Fall übereinstimmt, sind die beiden Ergebnisse der Rivalen vor dem Derby. Die Spvgg. lieferte sich ein erlebnisreiches 2:2 beim ASC Dortmund, die Badeweiher-Truppe stolperte glücklich zum ebenfalls 2:2-Unentschieden vor heimischer Kulisse gegen SuS Neuenkirchen. Und genau dieser Punkteteilung machte Karsten Quante ziemlich ratlos: „Wie wir da Fußball gespielt haben, gibt mir zu denken.“ Nämlich: leidenschaftslos und mit etlichen Fehlerquellen.

Markus Kaya rettet leidenschaftslosen Auftritt


Das führte in der 49. Minute zum ersten Rückstand, den Fabio Sardini (65.) ausglich. Nur mit mächtig Dusel egalisierte allerdings der kickende Co-Trainer Markus Kaya das späte 1:2 (87.). Erst als viele der Zuschauer bereits ernüchtert den Heimweg angetreten hatten, legte der Ex-Profi noch das Sahnehäubchen auf den zuvor faden Kuchen drauf: Das 2:2 in der 92. Minute. Zumindest das klappte an diesem Tag.

Am Stimberg dürfte noch so eine Vorstellung der Hülser allerdings nur zum Servieren von drei Punkten für den Gastgeber reichen.
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