TSV Marl-Hüls: Die Endspiele beginnen in Heven

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Schmerzlich erwischt: Sebastian Westerhoff (re.) und seine TSV-Mannschaftskollegen mussten den zweiten Knockout in Folge hinnehmen. Jetzt droht das Aus im Titelrennen in der Westfalenliga.

Es droht ein Déjà-vu-Erlebnis. Der TSV Marl-Hüls zieht als Top-Favorit aus, um durch die Westfalenliga zu stürmen. Doch am Ende stolpert er abgeschlagen durchs Ziel. Das erlebten die Blau-Weißen letzte Saison - und das bahnt sich auch dieses Jahr an. Denn nach zwei Pleiten in Folge spielt der Club am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Heven ohne vier Trümpfe auf.



Die Elf von TSV-Coach Michael Schrank kassierte nicht nur ein 2:3-Knockout gegen Kellerkind STV Horst-Emscher, sondern bekam noch vier schmerzliche Nackenschläge hinterher: Tugay Tekin (26. Minute) und Kai von der Gathen (72.) sahen glatt Rot wegen groben Foulspiels, Ertan Temel holte sich in der Nachspielzeit die Ampelkarte ab. Als Sahnehäubchen bleibt auch Maurice Kühn in Heven nur Zaungast. Der fünfte gelbe Karton beschert ihm ein freies Wochenende - und seiner Mannschaft eine echte Aufgabe.

Und wieder scheint der TSV am Oberliga-Aufstieg zu scheitern



Zwar versichert Michael Schrank, dass er auch beim TuS eine vernünftige Mannschaft aufs Feld schicken wird, doch zuletzt lief es noch nicht mal mit der ersten Elf. Und der abstiegsbedrohte Gastgeber dürfte bei den dezimierten Hülsern seine Chance wittern.

Um die hat sich der TSV im Rennen um den Aufstieg fast schon gebracht. Binnen zwei Wochen spülte es den Tabellenführer in die zweite Reihe, ohne auch nur in Schlagdistanz zum Klassen-Primus Wickede zu sein. Sechs Punkte Rückstand zählt die Schrank-Truppe, die in den letzten neun Partien aufgeholt werden müssen. Eigentlich machbar für ein Team, das unterm Strich aus hochkarätigen Oberliga-Akteuren gestrickt ist. Nur nicht in der Form der letzten Spiele.

Genau die muss der TSV-Coach bei seinen Jungs wieder herauskitzeln. Ansonsten ist das Unternehmen „Mission Aufstieg, der zweite Versuch“ zum Scheitern verurteilt. Dabei ordnete der Traditionsverein diesem Ziel alles unter. Dazu zählt auch die überraschende Trainerentlassung von Holger Flossbach, aber vielmehr der finanzielle Kraftakt vor der Saison für Personal. Bislang ohne den erhofften Erfolg.
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