TSV Marl-Hüls reist als Spitzenreiter zum großen Unbekannten: Arminia Bielefeld II - Bildergalerie vom Gütersloh-Spiel

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Der Mann der späten Tore (weißes Tri.): Auf Dario Gedenk setzt Schrank auch in Bielefeld.

Das Wohnzimmer des TSV Marl-Hüls ist keine Wohlfühloase für Gäste. Es sieht zwar nach der Aufhübschung einladend aus, doch für Durchreisende gibt‘s hier nichts zu holen. Diese Erkenntnis traf zuerst Hassel (2:3) wie jetzt auch Gütersloh (2:3) eiskalt.

Allein: Am Sonntag (15 Uhr) müssen die Blau-Weißen aus ihrem Schmuckkästchen raus und bei Arminia Bielefeld II beweisen, dass sie sich auch in der Fremde heimisch fühlen können. Dann hätte der frisch gebackene Oberliga-Tabellenführer erst einmal alle Erwartungen mit seiner jungen Mannschaft übertroffen.

Dennoch keine leichte Zeit für TSV-Trainer Michael Schrank, denn seine Jungs haben scheinbar eine Schwäche für Thriller, die bei manch einem für Herzrhythmusstörungen sorgen. „Noch treiben sie mich nicht in den Wahnsinn, aber sie sind nah dran“, kommentiert Schrank die irre Aufholjagd gegen Gütersloh. Das Schlusslicht führte bis zur 73. Minute 2:0, bevor Michael Smykacz der Anschlusstreffer gelang. Und dann wurd‘s dramatisch: Sebastian Westerhoff wartete bis zur 91. und Dario Gedenk sogar bis zur 93. Minute um die Partie endgültig zu drehen. „Bei den Spielern herrschte ein toller Teamgeist. Aber es ist auch eine Kopfsache, dass sie so lange brauchen, bis sie endlich den Hebel umlegen und so auftreten, wie wir das vorher besprochen haben.“

Ungeschlagene Bielefelder möglicherweise mit Profis im Team


Nicht zuletzt deshalb stehen in dieser Woche eine Menge Einzel- und Gruppengespräche auf dem Programm, will Schrank für die schwierige Auswärtsreise zu den Ostwestfalen an den richtigen Stellschrauben drehen. Denn dort erwartet die Loekamp-Elf die große Unbekannte. „Bei Bielefeld weiß man nie, welche Akteure aus dem Profikader nach unten rutschen. Außerdem tummeln sich in der Zweitvertretung riesige Talente“, weiß der TSV-Coach.

Ungeschlagen sind die Bielefelder außerdem, absolvierten allerdings erst zwei Saisonspiele. Ein Unentschieden, aber insbesondere zuletzt der 3:2-Sieg in Rheine ließ erahnen, welche Qualität die Jungs von der Alm besitzen.

Deshalb nimmt auch Schrank den Druck von der Mannschaft: „Mit einem Remis könnten wir durchaus leben. Denn bleiben wir mal ehrlich und realistisch: Die Momentaufnahme ist zwar schön, aber wir haben als neu formiertes Team noch einen langen Weg vor uns.“
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