VfB Hüls: Zweckel-Prügelei noch nicht vom Tisch, aber jetzt kommt Neuenkirchen

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Das hat weh getan: Aber Marco Onucka und der VfB Hüls wollen sich nach dem Zweckel-Eklat jetzt nur noch auf Neuenkirchen fokussieren.
Marl: Badeweiher-Stadion |

So packend und prekär Derbys sind, sie zeigen leider auch in der Oberliga manchmal die Kehrseite des Fußballkults, die emotionalen Entgleisungen. Wie beim Nachbarschaftsduell Zweckel gegen den VfB Hüls. Das endete ergebnistechnisch schiedlich-friedlich mit 1:1, eskalierte aber anschließend in einer wilden Prügelei im VfB-Block. Dort war Gastgeber-Trainer Günter Appelt - angeblich nach Provokationen gegen seine Tochter - schlagkräftig hineingestürmt.

Nur gut, dass am Sonntag (15 Uhr) wieder der sportliche Alltag an den Badeweiher einkehrt. Denn gegen die Gäste vom SuS Neuenkirchen geht‘s nur um Punkte, nicht um Prügel.

Wenngleich die Nachspielzeit auf den Rängen durchaus noch ein ziviles Nachspiel haben könnte. Das zumindest deutete der Hülser Pressesprecher und Fan-Beauftragte Stefan Berger in einer Stellungnahme zu den Vorkommnissen an: „Wir können und werden diese Ereignisse, im Interesse unserer treuen Fans, nicht einfach so unter den Tisch fallen lassen. Auf Fußballplätzen, gerade in diesen unteren Ligen, sollen und müssen Männer, Frauen und Kinder ohne Angst gehen. Hier wurde einiges an Vertrauen verspielt und am Ende schaden sich nur alle damit.“

Kinder, Frauen und Männer dürfen beim Fußball keine Angst haben


Unterstützt wird Berger dabei von Philipp Retajski, dem offiziellen Fan-Beauftragten der Hammer SpVg, der Zeuge der gewalttätigen Auseinandersetzung war.

Die traurige Bilanz auf VfB-Seiten nach Angaben von Stefan Berger: „Drei Personen mit leichten bis mittelschweren Gesichtsverletzungen nach Faustschlägen, darunter ein Fan aus Hamm, sowie ungeheuerlicher Weise ein zwölfjähriges Mädchen, welches am Anfang der Auseinandersetzung nicht schnell genug aus der Menge flüchten konnte und ebenfalls einen Schlag abbekommen hat.“

Nach solchen Vorfällen gerät der Fußball in den Hintergrund. Doch gegen Neuenkirchen will Trainer Karsten Quante seine Mannschaft wieder fokussiert aufs Wesentliche haben: Auf das Spiel mit dem Ball. Und das beherrschen die Hülser derzeit durchaus zur Zufriedenheit ihres Übungsleiters. Immerhin rangiert der VfB auf Platz sechs und empfängt den Vierzehnten der Tabelle somit als Favorit. Dieser Rolle will die Quante-Elf am Sonntag gerecht werden.
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