° Dream-Team vereint im Museum Menden

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Menden: Museum Menden | Dr. Overhues -Erster Bürgermeister nach Kriegsende und

Museumsgründer Friedrich Glunz und “Papa Dortmann”



Bereits zur Kaiserzeit war er Bürgermeister in Menden und einer der wenigen, dem die Mendener nach dem Ende des Nationalsozialismus einen Neuanfang an der Stadtspitze zutrauten. Dr. Ernst Overhues (1877 bis 1972). Seine Büste steht direkt neben der des Museumsgründers Friedrich Glunz, beide geschaffen von dem Mendener Skulpturenkünstler Wilhelm Hausmann.

Und auch die Skulptur des Amtsnachfolgers von Dr. Overhues, “Papa (Wilhelm) Dortmann” wurde von Wilhelm Hausmann angefertigt. Vier berühmte Namen der Stadtgeschichte sind im Museum vereint. Lutz von Kufendorf, ein Enkel von Dr. Ernst Overhues, übergab jetzt die Büste des Mendener Politikers, der für zahlreiche Projekte in Menden steht. Er gründete das alte Rathaus, das heutige Walram-Gymnasium, das St. Vincenz-Krankenhaus und schließlich gemeinsam mit Friedrich Glunz das Heimatmuseum und den Museumsverein. Geschicktes Taktieren von Dr. Overhues verhinderte in den 20er Jahren gewaltsame Umsturzversuche in Menden. “Dr. Overhues war der einzige mit weißer Weste damals”, erklärt Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck. Die Nazis hatten ihn vor Kriegsbeginn abgesetzt. Er bekam nicht mal eine Mietwohnung in Menden, da er nicht Mitglied der NSDAP war. Kurz nach Kriegsende 1945 übernahm Dr. Overhues dann kommissarisch das Amt des Bürgermeisters. Die Grundlagen eines geordneten Lebens in der Hönnestadt zu schaffen zählte zu seinen Hauptaufgaben. Als er die Wiederbewaffnung der Polizei forderte, setzten ihn die Besatzungsmächte jedoch wieder ab. Die Büste hatte Wilhelm Hausmann noch während einer Ratssitzung 1945 geformt. Intensive Kontakte zu damaligen Kölner Bürgermeister Konrad Adenauer erleichterten ihm 1945 die Gründung eines CDU-Ortsverbandes. Zur Ehrung seiner Verdienste um Menden wurde Dr. Overhues 1967 die Ehrenbürgerwürde verliehen, später eine Straße nach ihm benannt. “Es ist das Charakterporträt eines unglaublich aufrechten Mannes des Widerstands”, betont Jutta Törnig-Struck.
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