Böses Erwachen

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Lokalkompas Betr: Halinger Hof im August 2017

Im Frühjahr eröffnete der Halinger Hof feierlich mit den „Swinging Wheels“ und einem vollen Haus die ehemalige Gaststätte Hoenhorst. Der Gastwirt Adem Povataj hat für die Instandsetzung der überaus maroden Immobilie sehr viel Zeit und Geld aufgewendet: es ist in der Tat innen und außen ein Schmuckstück geworden, und anfangs lief der Laden auch gut, wenngleich durch das Wetter im ersten Halbjahr 2017 seine Bemühungen im Biergarten nicht immer belohnt wurden. Doch wer Adem kennt, dieser Mann steckt nach wie vor voller Hoffnungen. Im Lokalkompass liest man nur gute Wünsche.

Betrübt muss ich allerdings mittlerweile feststellen, dass die anfängliche Euphorie sich in Nüchternheit gewandelt hat. Die gute Küche, die ich mit meiner Familie am 12. Mai anlässlich einer Geburtstagfeier erlebte – für 9 Gäste zauberte der Koch ein sehr schmackhaftes vegetarisches Essen mit Zugaben für Liebhaber von Fleisch- und Fischgerichten zur Zufriedenheit aller - hat mittlerweile nichts mehr zu tun. Ausfallende Nachfrage hat dazu geführt, dass mittlerweile 9 Köche die Stätte verlassen haben.

• Wo bleiben die Halinger Stammgäste, die bei der Eröffnung den großen Saal füllten?
• Kommen einige nur, wenn Adem an Wochenenden Musiker anheuert?
• Gibt es immer noch das „Klübchen“, das sonntags nach dem Kirchgang private Frühschoppen veranstaltet?
• Feiern andere Gruppen mittlerweile im kleinen Saal der Mehrzweckhalle?

Ich werde den Eindruck nicht los, dass wieder die gleiche Mentalität Platz greift, die vor Jahren Gastwirt Ulli Werner den Garaus machte.
Beweis: Als Ulli vor der Tür einen Grill aufbaute, haben einige – ihr wisst alle, wen ich meine – in der Neue Straße Grillgut und Getränke angeboten. Ehrlich gesagt, eine Frechheit, ein bewusster Boykott oder wie soll man das bezeichnen?

Ich wünsche mir, dass bald Solidarität Platz greift, dass man einen Gastwirt wie Adem akzeptiert und der eine oder andere auch ihn wieder Mal besucht, um dem so gut gestalteten Hof eine Zukunftsperspektive zu geben.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt!"
Gute Zeit!
Rolf Berndt
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