Ein "Tor" für 1,6 Millionen Euro

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Jetzt ist der umgebaute Mendener Bahnhof auch offiziell eröffnet. Freitagmittag fand im kleinen Kreis eine schlichte Einweihungsfeier statt. Neben Landrat und Bürgermeister steuerten auch Dorothee Wasel (DB-Bahnhofsmanagerin, mit Schal) und Johannes Schmoll (Eisenbahnfreunde Hönnetal, re.) Ansprachen bei. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Besonders betont wurde auch die Funktion des Bahnhofs als „Tor“ zur Stadt.
 

Es war eine ebenso schlichte, wie auch kurze Feier, mit der heute Mittag der Mendener Bahnhof nach seiner Umgestaltung nun auch offiziell eingeweiht wurde.
Auf insgesamt 1,6 Millionen Euro belaufen sich die Investitionen, die aus mehreren „Töpfen“ stammen. Besonders betont wurde die Funktion als „Tor“ zur Stadt und künftige neue Bahnverbindungen.

Interessanter als die Rückblicke auf einen viele Jahre lang vergammelten Mendener Bahnhof waren bei der offiziellen Einweihungsfeier aber die Ausblicke in die Zukunft.
Denn bereits Ende dieses Jahres wird es einen bemerkenswerten Ausbau der Zugverbindungen geben. Dann kann Menden zum Beispiel selbst aus Dortmund noch gegen Mitternacht angefahren werden.
Und mit dem Start des neuen „SauerlandNetzes“ im Dezember 2016 wird sich die Reisezeit zwischen Menden und Dortmund um 22 Minuten auf 37 Minuten verkürzen.


Landrat Gemke:

„Das ist aber noch ein wenig Zukunftsmusik“, meinte Landrat Thomas Gemke, der in seiner Funktion als Stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL (Verband Nahverkehr in Westfalen-Lippe) gekommen war. Der Balver erinnerte sich noch sehr gut an all die jahrelangen vergeblichen Bemühungen, dem Bahnhof ein attraktiveres Gesicht zu geben.

Das ist neu:

Nachdem bereits vor einigen Jahren der Bahnhofskomplex von Investor List überplant und mit dem ersten Spatenstich im Dezember 2011 neu bebaut worden war, hat die Bahn nun auch die technische Modernisierung abgeschlossen.
Die Kosten belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Der überwiegende Teil stammt aus Landesmitteln, der Rest vom Bund beziehungsweise aus Geldern der Bahn.

Als Hauptpunkte der Modernisierung nennt die Bahn:
- Aufhöhung des Mittelbahnsteiges Gleise 2 und 4 von 38 auf 76 Zentimeter über die Länge von 140 Metern
- Modernisierung des Bahnsteigdaches einschließlich Neueindeckung in Sandwichbauweise
- neue Beleuchtungsanlage
- neue Bahnsteigausstattung (Vitrinen, Sitzmöglichkeiten, Abfallbehälter und ähnliches)
- Neues Wegeleitsystem.

Bürgermeister Fleige:

Angesichts der - jetzt - modernen Umgebung rief die Begrüßungsrede von Bürgermeister Fleige üble Erinnerungen an frühere Jahre wach.
„Noch vor sechs Jahren hätten wir hier gestanden, und es hätte uns gegraust. Wir wären durch einen verfallenen Bahnhof gestapft und durch eine ekelerregende Unterführung auf den Bahnsteig gelangt“, so Fleige.
„Ein neuer Bahnhof steht, eine Geschäftsmeile ist entstanden und die Deutsche Bahn macht es nun rund. Auf dem neuen Bahnsteig kann man sogar in angenehmer Atmosphäre Sekt trinken. Viel wichtiger: behindertengerecht und schön.“

Dorothee Wasel,
Bahnhofsmanagerin:

Dorothee Wasel, Bahnhofsmanagerin der DB, betonte: „Wir freuen uns, dass wir unseren Reisenden nun einen modernen und barrierefreien Bahnhof anbieten können. Angsträume gehören der Vergangenheit an. Der Bahnhof ist nun ein einladendes Tor zur Stadt.“

Johannes Schmoll,
Eisenbahnfreunde Hönnetal:

Johannes Schmoll, Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Hönnetal, warf einen Blick in die über 100-jährige Vergangenheit der Strecke und freute sich, dass in Menden nicht die Fehler der Nachbarstadt Iserlohn gemacht worden, so dass stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb genommen werden können.
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Thorsten Kowalski aus Menden-Lendringsen | 26.06.2015 | 22:32  
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