"Eine starke Truppe für Sauberkeit und Sicherheit" Der Mendener Baubetrieb stellt sich vor!

"Eine starke Truppe für Sauberkeit und Sicherheit" Der Mendener Baubetrieb stellt sich vor!

Die Mülleimer sind geleert, die Blumendreiecke bepflanzt und die Straßen bei Wind und Wetter sauber und gepflegt. 48 Mitarbeiter, 3 Auszubildende und 3 Meister des Mende-ner Baubetriebshofes kümmern sich um 8000 Straßeneinläufe, 4700 Straßenbäume, 800 Papierkörbe und 75 Kinderspielplätze.

Im Interview erzählt Martin Neuhaus, Leiter des MBB, welche Aufgaben der Baube-triebshof in Menden übernimmt und vor welchen Problemen er manchmal steht.

Man sieht ihre Mitarbeiter überall in der Stadt tüfteln. Aber viele Bürger sind sich gar nicht darüber bewusst, wie viele Aufgaben sie tatsächlich übernehmen...
Neuhaus: Der Baubetriebshof deckt insgesamt zehn Gewerke ab. Hierzu gehören Kon-trolle und Instandsetzung von Kanälen, Straßenreinigung und -instandhaltung, Markie-rungs- und Beschilderungsarbeiten, Straßenbeleuchtung, Kontrolle und Unterhaltung von Kinderspielplätzen, Friedhofs- und Grünflächenpflege sowie diverse Aufgaben wie Be-seitigung von Vandalismusschäden oder Reparatur defekter Ampelanlagen. Dazu unter-hält der MBB eine eigene Schreinerei und KFZ-Werkstatt.


Wie kann man sich die Rolle des Baubetriebshofes in der Stadt vorstellen?
Neuhaus: Der Mendener Baubetrieb arbeitet im Auftrag der Stadt Menden und ist im ge-samten Stadtgebiet auf städtischen Flächen unterwegs. Unsere Hauptaufgabe ist die Instandhaltung und Reinigung der Flächen. Wir reparieren, führen Wartungen durch, pflegen, prüfen und sind auch „Feuerwehr“ bei dringenden Verkehrsicherungspflichten.

Wie kann man sich denn den Arbeitstag eines Martin Neuhaus vorstellen?
Neuhaus: Nie langweilig und vor allem nicht immer vorhersehbar, z.B. bei heftigen Schneefällen, Hochwasser, Sturm, Verkehrsunfällen oder den vielen akut auftretenden Problemen. Wir starten morgens um sieben Uhr. Ich verschaffe mir mit den Meistern ei-nen Überblick über die Aufträge, die durch die Abteilungen der Stadtverwaltung einge-gangen sind. Die Meister teilen die Kolleginnen und Kollegen ein und dann geht es los.

Viele Aufgaben, die zur Verkehrssicherung erforderlich sind, kommen im Verlauf des Tages hinzu und erfordern ein Umdisponieren der Einsätze.
Der Personal-, Fahrzeug- und Mitteleinsatz für die Erledigung der unterschiedlichsten Gewerke erfolgt dabei so zeit- und kostensparend wie möglich.

Was genau beschäftigt denn die Bürger, wenn sie sich bei ihnen melden?
Neuhaus: Häufig geht es um defekte Straßenbeleuchtung oder Schlaglöcher. Bei der Aufnahme von Defekten können wir in der Regel schnell helfen. Bei Fragen, warum z.B. eine Straße nur geflickt wird oder an anderer Stelle keine Mahd oder Winterdienst er-folgt, können unsere Mitarbeiter wenig Auskunft geben und verweisen an die Fachabtei-lungen im Rathaus. Dort können Pflegestandards oder längerfristige Planungen, wann welche Straße komplett saniert und welche zunächst nur geflickt werden soll, abgefragt werden. Wir müssen uns als Auftragnehmer an die Vorgaben der Fachabteilungen hal-ten.


Welche Erfahrungen machen sie immer wieder in ihrem Job?
Neuhaus: Die Bürgerinnen und Bürger erkennen uns im Stadtbild durch unsere orange-farbene Bekleidung und gleichfarbigen Fahrzeugen mit dem MBB-Emblem. Dann spre-chen sie uns an und immer häufiger geben sie uns auch positive Rückmeldungen, be-danken sich für schnelles Handeln und guten Service. Unsere Mitarbeiter freuen sich natürlich, wenn ihre Arbeit positiv wahrgenommen wird.
Hin und wieder müssen wir Anrufer auch vertrösten, häufig dann, wenn z.B. das Wetter bei Schneefall und Regen„verrückt spielt“ und die Verkehrssicherheit vorgeht. Nicht alle Bürger haben Verständnis dafür, dass wir nicht überall gleichzeitig sein können. In sol-chen Zeiten arbeiten wir auf Hochtouren, manchmal auch in der Nacht.

Wenn sie einen Wunsch frei hätten, wie sähe der aus?
Neuhaus: Wir können leider nicht alle Bürger, die sich melden, zufriedenstellen. Insofern wünsche ich mir ein wenig mehr Verständnis, wenn die Erledigung nicht immer sofort erfolgen kann. Auch der MBB ist von der Haushaltslage der Stadt betroffen und hat in den letzten Jahren Personal abgebaut. Die verbleibenden Mitarbeiter geben alles.

Interview: Mit Martin Neuhaus sprach Jana Schoo
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