„Eine Win-Win-Situation“

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Freuen sich auf ein erfolgreiches Projekt: Ulrich Hackl, Georg Weingarten, Markus Kisler, Torsten Strott (hi.v.li.), Peter Ernst, Dr. Thomas Krebs, Verena Niemeier und Dr. Eckart Rigol (v.v.li.).
Menden (Sauerland): Lendringser Hauptstraße geschmückt | Mendener Bürgerstiftung fördert Jugendliche und Kinder

Kinder aus sozialschwachen Familien in Sportvereine zu bringen, dass ist das neue Projekt der Mendener Bürgerstiftung. Seit zwei Wochen läuft die Aktion bereits, sieben Nachwuchssportler konnten inzwischen vermittelt werden. Es ist also an der Zeit, das Angebot vorzustellen. Zielgruppe sind 10- bis 16jährige Schüler, die aber auch vor ihrer Seite Interesse an geregeltem Übungsbetrieb in einem Verein zeigen sollten.
Um tätig zu werden, mussten im Vorfeld erst einmal Kontakte geknüpft werden. Kontakte zwischen der Stiftung, dem Stadtsportverband, interessierten Vereinen und dem Jugendamt der Stadt. Die Verwaltung deshalb, weil die fünf Schulsozialarbeiter natürlich den besten Kontakt zu den Jugendlichen haben. „Oft halten fehlendes Selbstvertrauen neben nicht vorhandenen finanziellen Mittel die Kinder davon ab, sich anzumelden“, weiß Verena Niemeier. Und ermutigt etwaige Kandidaten. Ihnen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden, sie mutiger zu machen, ist ein Ziel dieses Projekts.
„Dabei steht nicht so sehr der Leistungsgedanke im Vordergrund“, so Dr. Thomas Krebs. „Die Teilnehmer sollen erst einmal ihren Spaß haben, alles andere ergibt sich von alleine.“
Bisher stehen Fußball, Schwimmen und Turnen zur Auswahl. Doch Markus Kisler, zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbandes, aber auch im Vorstand beim TTC DJK Lendringsen tätig, bringt bereits seinen Tischtennis ins Gespräch: „Warum wir nicht? Das ist doch eine Win-Win-Situation. Die Jugendlichen lernen die Gemeinschaft in einem Verein kennen. Die Clubs bekommen neue Aktive. Das passt.“
Zum Start beteiligen sich der VfL Platte Heide, die DJK Bösperde mit GW Menden sowie Menden United. Dazu Dr. Thomas Krebs: „ Wir sind natürlich absolut offen für weitere Kooperationsangebote.“ Wer also Interesse hat, kann sich an „krebs75@gmx.de“ oder „peter.ernst@gfb-ernst.de“ wenden.
Zu Beginn soll erst mal ein „Testlauf“ mit zehn Sportlern starten. „Wir wollen ja sehen, ob die Sache sich so entwickelt, wie wir es uns denken“, meint Ulrich Hackl aus dem Vorstand der Bürgerstiftung.
Die Unterstützung besteht darin, dass die Mitgliedsbeiträge von der Stiftung kommen. Und, wo nötig, werden auch die Kosten für die Ausrüstung übernommen. Und manchmal muss zudem noch das Transportproblem gelöst werden. Aber: „Wir versuchen natürlich, ortsnahe Vereine zu finden, damit das Sportgelände zu Fuß oder eventuell gut mit dem Fahrrad zu erreichen ist.“
Ein wichtiger negativer Faktor: die Skepsis der Eltern. „Oft herrscht die Meinung, uns schenkt doch niemand etwas, die wollen nur wieder was von uns“, hat Schulsozialarbeiterin Verena Niemeier schon oft festgestellt. „Da müssen wir Vorbehalte abbauen.“
Vereinbart wurde mit den Club-Verantwortlichen außerdem absolute Anonymität. „Es macht sicherlich keinen Sinn, die Kinder in Trainingsanzüge zu stecken, damit sie wegen der Unterstützung anschließend gemobbt werden“, wird aus den Reihen der Stiftung erklärt.
Der Stadtsportverband zeigt sich für diese Idee offen und hofft, damit auch neue Mitglieder für die Vereine gewinnen zu können.
Dass der Bedarf für eine solche Aktion da ist, kann Verena Niemeier nur bestätigen. Schließlich ist sie mit ihrer Arbeit ganz nah an den betroffenen Kindern. Und freut sich, dass im Mittelpunkt die soziale Idee steht.
Welche Dimensionen das Angebot erreicht, sprich wie viele Interessierte am Ende unterstützt werden, lassen die Organisatoren noch offen: „Da wollen wir schauen, wie alles angenommen wird.“
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