Frischer Auftritt im Netz

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Die Internetseite als Aushängeschild.
Wickede. Die Internetseite gehört mittlerweile zu dem Aushängeschild - auch von Städten und Gemeinden.
"Hier haben viele Orte im Kreis Soest allerdings Nachholbedarf. Das zeigt eine aktuelle Statistik der Grünen, sie haben im Landtag einen Test vorgestellt. Aus dem Kreis Soest schaffen es Lippstadt und Werl in die Top Hundert mit den Plätzen 79 und 80. Am schlechtesten schnitten Rüthen und Wickede ab, mit den Plätzen 379 und 391". Das meldete Hellweg-Radio am 11.4.2016 "auf Sendung" und im Internet - und führte zu Nachfragen von Hörern im Rathaus. "Das kann nicht stimmen", war Bürgermeister Martin Michalzik überzeugt. Denn der online-Auftritt wurde stets in kleinen Schritten nachgebessert. Und tatsächlich lag ein Versehen vor: Die aktuelle Untersuchung der Grünen zeigt, dass die Gemeinde sich nach vorne bewegt hat und im Gesamtranking nicht mehr auf Platz 385 wie in 2014, sondern heute auf Platz 292 liegt. "Das ist zwar auch nur ein Platz in der zweiten Tabellenhälfte, aber eben keine Abstiegsposition mehr", heißt es im Rathaus. Rasch und unkompliziert stellte die Radio-Redaktion übrigens ihr Missgeschick online richtig. Versehentlich war für Wickede (Ruhr) der alte Wert übernommen worden.
Unabhängig vom Landesranking ist das Rathaus aber bereits seit einiger Zeit mit einer grundlegenden Überarbeitung des Internet-Auftritts beschäftigt. Eine Arbeitsgruppe um EDV-Fachmann Daniel Dahmann, Andrea Leipnitz (Organisation), Ruth Hornkamp (Tourismus und Wirtschaftsförderung), Bürgermeister und dem kommunalen Datenzentrum Citkomm hat die inhaltlichen Eckpunkte und das neue "Schaufenster" weitgehend festgelegt. Nun liegt noch vor den Fachbereich viel Arbeit, ihre Inhalte Schritt für Schritt zu aktualisieren. Der neue Internetauftritt wird auch die künftige Anbindung von mehr online-Services weiter erleichtern und auch die "Barrierefreiheit" ausbauen.
"Ich bin überzeugt, ein frischer Auftritt im Netz tut uns gut", ist Bürgermeister Michalzik überzeugt. Er zeigt aber auch Grenzen auf: So werfe der kommunale Internetvergleich der NRW-Grünen Großstädte wie Bonn oder Köln mit Gemeinden wie Wickede oder Ense in einen Topf.
Für das Grundangebot sei das in Ordnung, aber für viele Zusatzdienste nicht: "Während bei den einen ganze Kommunikationsabteilungen der Oberbürgermeister am Webauftritt arbeiten, passiert das bei uns in der Regel an einem Arbeitsplatz, zu dem viele andere Aufgaben gehören. Michalzik weiter: "Auch uns im Rathaus erreichen manche Bürgeranregungen per E-Mail, aber vor allem ist und bleibt das persönliche Gespräch mit den Bürgern für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mich tägliche Praxis und unverzichtbar. Insofern haben wir bei uns durch gelebte Nähe große Vorteile, während dafür die großen Städte erheblichen online-Aufwand investieren müssen, um Bürgernähe nachzuholen." Diese Unterschiede zwischen und Land werde sich aber nie in einer pauschalen Untersuchung und Bewertung über die Breite kommunaler Internetangebote fair abbilden lassen.
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