Krissy Tiersch und Wolfgang Schwingenheuer bei der TorTour de Ruhr

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Zwei strahlende Ultraläufer – Krissy Tiersch und Wolfgang Schwingenheuer am provisorischen Rheinorange (das Original wird zur Zeit renoviert und ist eingerüstet). Foto: Privat
Kreis. Am Pfingstwochenende fand die sechste Auflage der TorTour de Ruhr statt, einem der längsten Non-Stop-Ultraläufe Deutschlands, organisiert von Jens Vieler. Auf der ironischerweise „Bambinilauf“ genannten 100-km-Strecke startete das Hüstener Paar Krissy Tiersch und Wolfgang Schwingenheuer. Beide wurden im vergangenen Jahr beim „Traildorado“ in Arnsberg Deutsche Meister im 24-Stunden-Ultralauf mit der Staffel des LAC Hochsauerland.
2014 betreuten die zwei Läufer einen anderen Läufer auf der damaligen Ausgabe der TorTour. Kurz darauf stand der Entschluß fest: Wir starten nächstes Mal selbst. Zwei Jahre Vorbereitung mit unzähligen Trainingskilometern folgten. Ab Januar 2016 wurden dann die wöchentlichen Laufleistungen erhöht, Ultraläufe als Training eingebaut.
Pfingstsamstag war es dann soweit. Zunächst starteten um 8 Uhr morgens die Läufer, welche den gesamten Ruhrtalradweg von der Quelle in Winterberg bis zur Mündung in Duisburg am Rheinorange belaufen wollten, eine Strecke von 230 km.
Um 18 Uhr abends starteten dann in Neheim die Läufer des 100-Meilen-Laufes (160 km).
Krissy Tiersch und Wolfgang Schwingenheuer starteten um 4 Uhr morgens am Pfingstsonntag in Hagen am Hengsteysee. Begleitet wurden sie von Krissys Eltern im Versorgungsbulli, Christian Bracke als Fahrradbegleitung für Krissy und Markus Breitkopf vom SC Hagen-Wildewiese, welcher Wolfgang 100 km lang mit dem Fahrrad begleitete und versorgte.
Für beide Läufer war es der erste Start auf einem 100-km-Lauf, trotzdem steckte man sich natürlich persönliche Ziele. Wolfgang hatte sich vorgenommen, den Lauf unter 10 Stunden zu beenden, Krissy liebäugelte mit einer Zeit unter 12 Stunden. Das Wetter war nahezu perfekt – war doch das Pfingstwochenende vor zwei Jahren noch eines der heißesten Wochenende in dem Jahr, was bei vielen Läufern zu einem vorzeitigen Ende des Laufes führte. Bei diesjährigen Temperaturen zwischen 10 und 12 Grad, einigen kurzen Regenschauern und etwas Wind war es für die Läufer erheblich angenehmer zu laufen, die Radbegleitungen mussten sich schon etwas dicker anziehen.
Der Veranstalter hatte auf der Strecke vier Verpflegungspunkte postiert, von denen einer nach 58 km am Baldeneysee in Essen war. „Ab hier nur noch ein Marathon“ stand dort und dieser letzte Marathon wurde unter die Füße genommen.
Am Ende wurde es für Wolfgang nochmal spannend, er erreichte das Ziel am Rheinorange nach 9 Stunden und 57 Minuten denkbar knapp unter der selbst gesetzten 10-Stunden-Marke. Diese Zeit reichte für einen 7. Gesamtplatz, lediglich 19 Sekunden hinter dem Sechstplazierten.
Krissy unterbot das persönliche Ziel deutlicher und errang in 11 Stunden und 42 Minuten den vierten Platz in der Frauenwertung. Von den insgesamt 57 gestarteten Läufern über die 100-km-Strecke erreichten 54 das Rheinorange in Duisburg.
Ein Motto unter Ultraläufern ist „100 gehen immer“ - das haben Krissy Tiersch und Wolfgang Schwingenheuer nun auch eindrucksvoll bewiesen.
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