Menden im Mittelalter - Stadtführung

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Menden. Eine offene Stadtführung des Museums Menden von etwa eineinhalb Stunden Dauer findet mit dem Stadtführer und ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger der Stadt Menden, Antonius Fricke, am Samstag, 26. August, um15 Uhr statt. Der Treffpunkt ist am Stadtbrunnen vor dem Museum.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmergebühr beträgt für Erwachsene
2 Euro und für Kinder 1 Euro. Nach einer kurzen historischen Einführung am Geschichtsbaum neben dem Stadtbrunnen geht die Führung auf den St.-Vincenz-Kirchplatz und danach zum Teufelsturm,
welcher mit den flankierenden Gebäuden zu den meistfotografierten Ansichten
Mendens gehört. Dann folgt die Führung entlang des vermutlichen historischen
Verlaufes der mittelalterlichen Stadtmauer, des früher außen davor liegenden Grabens
und des weiterhin feindwärts abschließenden Walles. Unterwegs wird der Halt vor
dem denkmalgeschützten „Alten Pastorat“ und einigen sehr schön renovierten Fach-

werkhäusern ebensowenig fehlen, wie der Blick auf Mendens schmalste Gasse, demim Volksmund liebevoll so benannten „Pinkelgäßchen“.
Eine sehr zentrale Rolle spielen bei dieser historischen Spurensuche selbstverständlich
die möglichen vermutlichen Standorte des „Trumpe-„ und des „Widemhofsturmes“
und als Abschluß und Ziel der Führung der angenommene Standort des, leider wie die
alte Stadtmauer und die beiden Türme schon vor rund zweihundert Jahren abgebrochenen, „Obersten Tores“, eines von drei mittelalterlichen Toren des alten Mendens.
Das „Obere Tor“ hat im Augenblick die besondere Aufmerksamkeit des Landesamtes für
Archäologie in Olpe, denn, so die Begründung: „Bei Bodeneingriffen wie etwa einer Neupflasterung
ist nicht auszuschließen, dass mittelalterliche Überreste der Befestigung, etwa die Fundamente von Stadtmauer und Stadttoren, Vorbefestigungen und Spuren des Grabens,
aufgedeckt werden.“ Eine wissenschaftliche archäologische Baubegleitung ist am „Oberen Tor“ wie auch später am „Niederen Tor“ verbindlich geplant. Die starke mittelalterliche Befestigung Mendens, welche „über der Erde“ nur noch zu einem kleineren Teil vorhanden ist, prägt dennoch mit dem Verlauf
der Mauer und der alten Straßen zusammen mit der Vincenzkirche im Mittelpunkt
auch heute noch das Gesicht Mendens wesentlich.
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