Mendener Fußgängerzone: Bürgermeinungen aus dem "Netz"

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Der "Ist-Zustand" der Fläche vor dem St. Vincenz-Seniorenheim (li.) und eine Skizze aus der Planung des B.S.L. Landschaftsarchitekten.^ Foto:(koe) / Skizze: (B.S.L)
 
Wie das Rathaus bestätigt, laufen Alternativplanungen. Denkbar wären zum Beispiel Bänke wie am Mühlengraben. Und: "Auf gar keinen Fall werden wir die Kastanie in Frage stellen!"

Menden. Am Beispiel des Hochbeets vor dem Seniorenheim haben wir die Bürger um ihre Meinung zur Umgestaltung der Mendener Fußgängerzone gebeten.

Dazu hatten wir online aufgerufen: "Im Rahmen der Vorplanungen zur Umgestaltung der Mendener Fußgängerzone soll auch dieses Hochbeet vor dem Vincenz-Seniorenheim verschwinden. Stadtspiegel/Lokalkompass.de interessiert Ihre/Eure Meinungen, von denen wir einen Querschnitt veröffentlichen möchten."
Hier einige Beispiele (die natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben):

Mario Schälte: "Wenn es sinnvolle Ideen für eine alternative Nutzung dieser Fläche gibt, sollte es kein Tabu-Thema sein, das Hochbeet zu entfernen."
Cornelia Pankau: "Ich finde die Planung zur Neugestaltung gut. Ohne Wenn und Aber. Passt eher ins Gesamtbild."
Kalli Rath: "Muss es denn so kubistisch weitergehen wie am Neuen Rathaus? Das neue Bürgerhaus soll auch so ein Würfel werden, die ganze Fußgängerzone - alles gerade und fast schon steril."
Marlon Winter: "Ein bisschen moderner gestalten, neue Steine. Ansonsten sollte es schon da bleiben."
Jens Müller-Storz: "Also, so wie es jetzt ist, finde ich es nicht schön. Wenn man die Ummauerung den neuen Gegebenheiten anpasst, finde ich schon, dass es bleiben sollte. Grün schadet nie bei der derzeitigen Tristesse ..."
Tatjana Hauenschild: "Es soll auf jeden Fall so bleiben. Warum müssen denn alle alten Sachen den neuen weichen? Das ist doch wieder total unnötig!"
Horst Kühn: "Also, das was jetzt dort ist, sieht aber deutlich besser aus als das, was geplant ist."
Andrea Mertz: "Mir gefällt es ... ein schöner, grüner Hingucker."
Petra Mackenbruck: "Ich finde es auch moderner besser. Gradlinig und größer."
Claudia Niebecker: "Ich verstehe gar nicht warum die ganze Fußgängerzone neu gemacht werden soll. Die ist doch schön so. Das Hochbeet finde ich auch super, da müssen doch keine Bänke hin. Erfreue mich immer an den Blumen."
Susanne Hanel: "Da sitzen im Sommer oft Senioren drauf! Dann sollte man aber dafür Ersatz finden, dass sie vor dem Tor vom Seniorenheim ein wenig am Leben in der Stadt teilnehmen können."
Steffen Däubel: "Das sollte schon bleiben! Da bin ich als Kind schon drüber balanciert - zudem sieht es auch gut aus!"
Tanja Wiechers: "Auf gar keinen Fall weg machen! Jeder Mendener hat nicht nur einmal bis jetzt drauf gesessen und ein Päuschen gemacht! Dazu blühen schöne Blumen im Beet."
Sim Knur: "Von mir aus kann das Beet mit den Klinkern weg... Denke da gibt es heute schönere Lösungen für Stadtgrün. Was ein Investor wohl denkt, wenn er so manchen Kommentar hier liest... Eine Stadt, die sich nicht entwickelt, ist eine Geisterstadt."
Sebastian Meisterjahn: "Ich habe es in Iserlohn live erlebt. Eine Fußgängerzone wird aufgemöbelt, mit Hilfe von Bauarbeiten (man höre und staune), und danach waren die Geschäfte alle noch da. Aus der Wasserstraße ist, als Nebenstraße, eine zusätzliche Einkaufsstraße geworden, die vorher nicht sehr einladend war. Das geht alles. Es werden ja keine Geschäfte von der Außenwelt abgeschnitten."
Helmut Schwittay: "Während sich wieder, wie eigentlich immer, in der Innenstadt die Baustellen nacheinander die Klinke in die Hand geben, flaniert der entspannte Mendener in Neheim oder Unna durch die Fußgängerzone. Übrigens, baustellenfrei! Und in Menden jammert man über Leerstände! Mir gefällt das Hochbeet so wie es ist!"
Sabine Schimkat: "Die Steine sind wohl nicht mehr zeitgemäß, laden aber immer wieder, wie auch auf dem Bild zu sehen, die Bürger zum Verweilen ein. Das Beet ist gepflegt und ein Hingucker. Verschönern ja, entfernen auf gar keinen Fall!"
Michael Schoeneis: "Kommen die Bäume dann zur Kirmes weg oder wie... Wenn da links und rechts Buden stehen, geht der gesamte Besucherstrom genau auf der Baumreihe."
Mirko Kruschinski: "Der Leiter des Altenheims, das unmittelbar betroffen ist, hat einen tollen Vorschlag gemacht: Große Bänke mit Rückenlehne, ringsherum grün. Die Bänke würden wie am Mühlengraben aussehen. Also Rückenlehne zur Mauer.
Also: Wo können die Bewohner des Altenheims besser am Stadtleben teilnehmen? Im Hochbeet oder auf altengerechten Bänken? Übrigens: Bürger haben sich während des Stadtspaziergangs und während der Veranstaltungen gegen das Hochbeet ausgesprochen."
Andre Gerrit Beumer: "Das muss bleiben, wenn schon jetzt abzusehen ist, dass es nach der Fertigstellung der Umgestaltung keine Kirmes mehr in der Stadt geben wird, weil die Schausteller keine Möglichkeiten mehr haben, da durchzukommen. Und die Lieferanten wahrscheinlich auch nicht mehr."
Thomas Schürmann: "Wenn die Lieferanten da nicht mehr durchkämen, wären die Planer aber schon ziemliche Versager. Die Fußgängerzone hat in dem Abschnitt eine Breite zwischen 10 bis 15 Metern und die Bäume stehen offenbar nicht mittig. Das Hochbeet ist ein visuelles Hindernis, das signalisiert, hier sei die Fußgängerzone zu Ende, 50 Meter zu früh. Ein deutliche Verkleinerung würde sicher nicht schaden."
Jörg Treese: "Ich könnte mir eine Verbindung von den angesprochenen Sitzgelegenheiten und einem kleinen Wasserspiel für Kinder sehr gut vorstellen."
Michael Grüne: "Das Hochbeet ist aus meiner Sicht klar im Weg und schneidet die Stadt an der Stelle künstlich ab. Die seitlichen Ladenlokale sind alleine durch sein Vorhandensein deutlich unattraktiver. Bei dem Willen zur Veränderung bin ich mir sicher, dass hier einige seit 50 Jahren weder Tapete noch Teppich gewechselt haben und Facebook auf ihrem Röhrenfernseher bedienen." ^(koe)
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