Neues "Schmuckstück" für Museum

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Wieder ist das Museum um ein bedeutendes Exponat bereichert worden: Helmut Stracke stellt für das Industriemuseum auf Gut Rödinghausen einen Küchenherd der Mendener Firma Osterflues zur Verfügung.

Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck freut sich über den hervorragenden Erhaltungszustand des in Menden hergestellten Herdes, der einen zentralen Standort in der künftigen Industriegeschichtsausstellung erhalten wird.
Die Firma Ostermann & Flues, seit 1915 in Menden ansässig, nahm ab 1922 die Fabrikation von Kohleherden auf. Unter der Geschäftsleitung von Direktor Ernst Externbrink entwickelte sich das Unternehmen zu einer der bedeutendsten deutschen Herdfabriken.
Der Osterflues-Herd, der jetzt die industriegeschichtliche Sammlung des Museums hervorragend ergänzt, stammt aufgrund seiner Ausführung vermutlich aus der Zeit um 1935, wurde aber auch nach dem Krieg ab 1945, als in ländlichen und unzerstörten Wohngebieten nach wie vor der sog. rheinische Küchenherd mit großer Herdplatte, umlaufender Galerie und reicher Verwendung von Nickel gefragt war, von Osterflues gefertigt. Das bedeutende Objekt zählt zu den „Spezialitäten“ der heimischen Industrie.
Neue Werkstoffe, zahlreiche Erfindungen und die veränderten Wohn- und Lebensbedingungen nach dem Krieg erforderten die Umstellung auf neuartige Produkte. Kochgeschirr wurde in Abhängigkeit von den immer moderneren Küchenherden entwickelt, Haushaltsgeräte waren Ausdruck ständiger Neuerfindungen aus dem Elektrobereich, mit denen die mittelständischen Mendener Unternehmer immer neue Nischen eroberten.
Zu dem Küchenherd, der ab sofort in der Ausstellung IronMen im Museum besichtigt werden kann, hat Helmut Stracke auch gleich das passende Zubehör gestiftet: eine geflieste Spritzschutzwand, einen Wassertopf, einen Flötenkessel, ein Herdschiff sowie Brikettschütte und Kohleschaufel.
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