"NRW-Tag 2020" - Ministerpräsidentin nennt Pflicht-Programmpunkte

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NRW-First-Lady Hannelore Kraft (hier bei der Verleihung des Verdienstordens an die Mendenerin Petra Homberg) nennt Pflichtveranstaltungen bei einem "NRW-Tag". Archivfoto: Landesregierung NRW
Stark gegensätzlich wird die Idee diskutiert, dass sich Menden mit den Nachbarstädten Hemer und Iserlohn um die Ausrichtung des „NRW-Tags 2020“ bewirbt.
Zu diesem Thema findet am kommenden Dienstag um 17 Uhr eine Sitzung des Mendener Rates statt.


Damit folgt die Verwaltung dem in der September-Ratssitzung erfolgten politischen Auftrag, die finanziellen Auswirkungen darzustellen.
Demzufolge werden sich die Kosten der Ausrichtung vorsichtig geschätzt auf insgesamt 1,4 Millionen Euro belaufen. Davon trägt das Land 300.000 Euro.
Laut Vorlage der Verwaltung würde die Stadt Menden von den restlichen 1,1 Millionen Euro maximal 50 Prozent - also 550.000 Euro - als Eigenanteil tragen, die auf die Haushaltsjahre 2019 bis 2021 verteilt würden. Die Einnahmen aus Sponsoring und dem NRW-Tag werden mit jeweils über 100.000 Euro beziffert.

Ministerpräsidentin Kraft
schreibt zum Konzept

"Die Bürgerfeste, die ich als Ministerpräsidentin in den vergangenen Jahren
in Siegen, Bonn und Detmold besucht habe, haben bei mir zahlreiche
bleibende Erinnerungen hinterlassen. Überall habe ich gut gelaunte
und zufriedene Bürgerinnen und Bürger getroffen. Überall habe ich eine
friedliche, unaufgeregte Stimmung, große Entspanntheit und Begeisterung
erlebt", hat Hannelore Kraft in einem Brief vom März dieses Jahres an Bürgermeister Fleige geschrieben.

Weiter zählt die NRW-First-Lady besondere Akltivitäten eines "NRW-Tages" auf:

Programm-
Punkte

(...) Der Nordrhein-Westfalen-Tag sollte gekennzeichnet sein durch anspruchsvolle, immer wiederkehrende Elemente. (...)

Fest stehende Programmmodule sollten sein:


Eintrag ins
Goldene Buch

Die Landesregierung kommt am Vortag der offiziellen Eröffnung des NRW-Tages in der Ausrichterkommune zu einer auswärtigen Kabinettsitzung zusammen und trägt sich dabei ins Goldene Buch der Ausrichterkommune ein.
Im Anschluss an die auswärtige Kabinettsitzung richtet die Landesregierung
zusammen mit der Kommune einen Empfang aus. Die Kosten dafür tragen das Land
und die Kommune je zur Hälfte.

Medienwirksame
zentrale Auftaktveranstaltung

Ein zentrales Element des NRW-Tages ist eine Auftaktveranstaltung, etwa in Form
eines öffentlichen Konzertes oder einer moderierten Live-Sendung, die neben einem
Unterhaltungsprogramm dem Land und der Ausrichterkommune dazu dient, sich
darzustellen. Die Kosten dafür trägt die Kommune.

Selbstdarstellung
der lokalen Wirtschaft

Die Kommune sorgt dafür, dass die lokale Wirtschaft und die wissenschaftlichen
Einrichtungen der Region Gelegenheit erhalten, sich zu präsentieren, zum Beispiel in Form einer Ausstellung oder Schau. Da sich die Präsentation nicht an ein Fachpublikum richtet, sollte sie - soweit möglich - populär und anwendungsorientiert sein.

Vereine stellen
sich vor

Die Kommune sorgt dafür, dass regionale Vereine, Institutionen und ehrenamtliche
Initiativen Gelegenheit erhalten, sich in ihrer thematischen Vielfalt zu präsentieren
und ein möglichst buntes, traditionsbewusstes wie zukunftsweisendes Bild der
Region zu zeichnen.

Festparade

Das Land veranstaltet eine Festparade mit rund 50 Gruppen unter Einbeziehung von
Vertretern aus dem ganzen Land. Dafür ist in der Konzeption ein geeignetes
zentrales Gelände für die Aufstellung der Gruppen und Wagen inklusiv Versorgungsbereich und Zugweg auszuweisen.

Kinder- und
Jugendprogramm

Die Kommune sorgt für ein Programm mit abwechslungsreichen Kultur-, Sport- und
Spielelementen für Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung der in der Region
aktiven Vereine und Institutionen.

Kulturprogramm

Die Kommune sorgt für ein Kulturprogramm, das insbesondere von örtlichen
Gegebenheiten geprägt ist. Denkbar sind zum Bespiel:
• Kooperationen mit dem/den ansässigen Theater(n)
• Aufführungen an Orten, die normalerweise nicht zugänglich sind
• Freilichtkino, evtuell mit Landesbezug (gern in Zusammenarbeit mit der
Filmstiftung Nordrhein-Westfalen)
• Sonderausstellungen
Das Musikprogramm sollte bestehen aus:
• lokalen und regionalen Bands, Orchestern und Chören, die das
Festprogramm mitgestalten;
• hochkarätigen (Nachwuchs-) Künstlern aus Nordrhein-Westfalen, die
(noch) nicht bekannt sind und deren Engagement weniger kostspielig ist;
• ein bis zwei Publikumsmagneten, wenn möglich mit Bezug zu Nordrhein-
Westfalen.

Das Land
zu Gast in ...

Beim Nordrhein-Westfalen-Tag präsentieren sich Landtag, Landesregierung und die
großen Stiftungen in einem gemeinsamen Ausstellungsbereich. Dafür stellt die
Kommune eine geeignet große zentrale Fläche zur Verfügung, die auch einen
Bühnenstandort umfasst. Die Angebote können von Bürgersprechstunden der
verschiedenen Funktionsträger, über den reisenden Petitionsausschuss und konkrete
Serviceangebote bis zu Bühnenpräsentationen von Landesprojekten reichen.

Gastronomie
und Klimakonzept

Für die Veranstaltung wird ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Gastronomiekonzept erwartet.

Bei der Planung und Durchführung des NRW-Tages ist dem Ziel der
Landesregierung Rechnung zu tragen, öffentliche Veranstaltungen, insbesondere
Großveranstaltungen, weitgehend klimaneutral durchzuführen.
Inklusion, behindertengerechte Veranstaltung
Der NRW-Tag soll den Anforderungen der behindertenpolitischen Teilhabe
Rechnung tragen.

Soweit einige Auszüge aus dem Brief der Landeschefin.

Die Ratssitzung im Neuen Mendener Rathaus (Dienstag, 22. Oktober, 17 Uhr) ist öffentlich.
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1 Kommentar
Hans-Jürgen Köhler aus Menden (Sauerland) | 19.10.2013 | 23:18  
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