"Ohne A45 und A46 besser dran"

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Besichtigten die renovierten Arrestzellen: (v. li.) Dr. Matthias Heider, Volker Mürmann, Landrat Thomas Gemke, Achim Spröde und Michael Kuchenbecker. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. Deutliche Worte fand der neue Leitende Polizeidirektor Michael Kuchenbecker beim Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider. Auf seine Mitarbeiter ist der neue Polizeichef im Kreis richtig stolz.

Er ist erst seit wenigen Wochen oberster Polizist im Märkischen Kreis, Leitender Polizeidirektor Michael Kuchenbecker. Aber was er von seiner Behörde bereits mitbekommen hat, macht ihn stolz: „Ich treffe hier auf ein hohes Maß an Motivation, Willen und Ideen. Die Mitarbeiter geben richtig Gas für die Bürger.“ Das hörte auch sein Besucher gern.
Dr. Matthias Heider, CDU-Bundestagsabgeordneter für den südlichen Märkischen Kreis und den Kreis Olpe, stattete in Begleitung von Landrat Thomas Gemke den Gesetzeshütern in der Polizeiwache Lüdenscheid einen Besuch ab.
„Die Bürger haben weniger Angst im Straßenverkehr als um ihr Hab und Gut, Leib und Leben“, so Dr. Matthias Heider. Der gelernte Jurist sieht auf Polizei und Ermittlungsbehörden nach der jüngsten Verschärfung des Sexualstrafrechts nach den Vorkommnissen in der Silvesternacht in Köln noch mehr Arbeit zukommen. „Es könnte schwierig werden den Tatbestand der sexuellen Nötigung festzustellen.“

Große Angst
vor Einbrechern


Die Gesetzeshüter im Märkischen Kreis haben aber viel mehr Probleme mit Einbrechern. „Die Wohnungseinbrüche sind unser Problemkind. Sie haben zugenommen“, weiß Kriminaldirektor Achim Spröde, Direktionsleiter Kripo bei der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis. Man habe es überwiegend mit osteuropäischen Banden zu tun. „Wenn es nach uns ginge, wären wir ohne die Autobahnen 45 und 46, über die die Straftäter kommen, besser dran“, so Spröde. Was im Kampf gegen die Einbrecherbanden wirklich helfe, sei die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger. „Deren Mitarbeit ist für uns ganz wichtig. Manche glauben ja sogar, wenn sie die 110 anrufen, kostet das Telefongebühren. Das ist nicht so“, ermuntert Michael Kuchenbecker, die Polizei lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anzurufen. „Wir wollen das künftig stärker belohnen, wenn ein Hinweis zur Aufklärung einer Straftat führt.“

25.000 Straftaten
jährlich


Einbrüche, Diebstähle und leichte Körperverletzungen, das ist das Gros der 25.500 Straftaten pro Jahr im Märkischen Kreis. Die Kriminalitätssteigerung habe nichts mit der zunehmenden Zahl der Flüchtlinge zu tun, darauf legen Michael Kuchenbecker und seine Mitarbeiter großen Wert.
„Rund 800 Straftaten wurden aktenkundig. Meistens handelte es sich um Kulturkonflikte innerhalb von Einrichtungen“, erklärt Achim Spröde. Die Ängste der Bürger seien unbegründet, müssten gleichwohl ernst genommen werden. Spröde weiß aus seiner Statistik aber auch, dass 30 Prozent der Ganoven einen Migrationshintergrund haben.
Die Hälfte der Straftäter kommen von außerhalb. „Wir haben mit unseren Kontrolltagen darauf reagiert, und wir geben nicht auf“, verspricht der Polizeichef. Allerdings dürfte es schwer werden, den Kontrolldruck aufrecht zu erhalten. Denn auch das sei Fakt: Die Polizei im Märkischen Kreis habe „durch politische Fehlkalkulation“ weniger Personal.
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1 Kommentar
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Franz-Josef Knur aus Menden (Sauerland) | 21.07.2016 | 09:39  
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