Schnelles Internet für Wickede kommt!

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Bürgermeister Michalzik freut sich, dass seine Gemeinde vor einem wichtigen Schritt in die Zukunft der Telekommunikationsnetze steht. ^Foto: Ann-Kathrin Düser
 
Mit den Glasbläsern fing der Aufstieg Wickedes zur Industriegemeinde an. Mit Glasfaser wird die Zukunft als Wohn- und Wirtschaftsstandort vorbereitet. Dies gab Bürgermeister Michalzik am heutigen Dienstag mit den Netzunternehmern und den örtlichen Vertriebs- und Servicepartnern bekannt. Foto: L. Boehmer/Gem. Wickede
Wickede. Für den Anlass zur Freude haben viele Wickederinnen und Wickeder selbst gesorgt: Es gibt eine ausreichend große, tragfähige Zahl von Kunden für ein jetzt zu bauendes Glasfasernetz.

Wickede und Wiehagen haben bei der sogenannten „Nachfragebündelung“ von Deutsche Glasfaser bis zum Stichtag eine Quote von genau „40,8 Prozent“ erreicht. In Echthausen liegt der Anteil sogar bei fast 60 Prozent.
Bürgermeister Dr. Martin Michalzik ist voll des Lobes: "Diesen Erfolg haben alle Familien, Single-Haushalte, Unternehmen und andere Kunden möglich gemacht, die mit einem Vertrag "Ja" zu diesem Zukunftsnetz gesagt haben. Sie bringen sich dafür mit eigenem Geld und etwas Aufwand zu Hause ein. Das ist - über die persönlichen Entscheidungsgründe hinaus - auch eine großartige Gemeinschaftsleistung. Darauf können wir in Wickede (Ruhr) heute durchaus stolz sein."
Wickedes Erster Bürger erläutert weiter:
"40 Prozent der Haushalte, die aus Sicht dieser Unternehmen in Echthausen, Wiehagen und Wickede derzeit grundsätzlich und wirtschaftlich anschließbar sind, haben Ja gesagt. Schön an dieser Gemeinschaftsleistung ist auch, dass sie niemanden ausschließt. Denn das neue Breitband-Datennetz wird offen für alle weiteren Interessenten sein - bis zum Bau und danach im Betrieb. Nun allerdings zu anderen Konditionen.
Das Verdienst, dieses Netz möglich gemacht zu haben, bleibt bei allen, die sich in der heißen Entscheidungsphase entschlossen haben, dabei zu sein. Bei ihnen möchte ich mich heute bedanken.


Ein wichtiger
Schritt nach vorne

Sie haben für unsere Heimat Wickede (Ruhr) einen wichtigen Schritt nach vorne organisiert, der für uns als Wohn- und Wirtschaftststandort große und langfristige Bedeutung haben wird.
Von 2012 bis 2014 war ich im NRW-Umweltministerium u.a. für das EU-Förderprogramm Ländliche Räume zuständig. Hier habe ich die Dringlichkeit und die Komplexität des Breitband- und Glasfaserthemas für kleine Städte und Gemeinden intensiv kennen gelernt. Daher habe ich diesem Thema seit meiner Wahl zum Bürgermeister in Wickede (Ruhr) einen großen Stellenwert gegeben.
Rat und Verwaltung haben sich seitdem immer wieder intensiv damit befasst. Mit dem Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser bot sich eine Chance für Wickede (Ruhr), die deutlich mehr erreicht als die staatlichen Förderprogramme. Daher habe ich mich dafür eingesetzt, die nötige Nachfragebündelung zu versuchen. Die Entscheidung über diese Option, lag bei den Einwohnerinnen und Einwohner in Wickede, Echthausen und Wiehagen sowie bei den Unternehmen auf der Westerhaar. Ich bin überzeugt, es ist eine super Entscheidung.
Das Breitbandnetz wird nun durch das Unternehmen Deutsche Glasfaser über weite Teile der Gemeinde gelegt und von ihr zusammen mit der Helinet betrieben. Wie Stromnetze werden sich auch Breitbandnetze in Zukunft für weitere Anbieter öffnen.
Die gute Entscheidung bedeutet, dass uns demnächst noch einiges an Arbeit und Aufwand erwartet: Die nahezu flächendeckende Verkabelung und Erschließung so vieler Gebäude ist kein Pappenstiel.
Wir werden mit vielen, in der Regel kurzzeitigen, Baustellen in den meisten Straßen klar kommen müssen, wenn sich die Glasfaser durch die Gehwege und zu den Häusern "heranarbeitet". Ich habe bereits vor einiger Zeit Kontakt zu anderen Bürgermeistern aufgenommen, die in ihren Orten diese Aufgabe schon hinter sich haben. Von ihren Erfahrungen möchten wir lernen und profitieren.
Ich weiß, dass es gelegentlich Fragen und Kritik zur auffälligen Werbung gab. Darüber habe ich mit einer Reihe von Bürgern gesprochen oder ihnen auf Mails geschrieben.

Die
Argumente

Meine Argumente nenne ich hier gerne noch einmal:
1. Es geht um die Chance, die Infrastruktur für das Internet der Zukunft möglichst weit gespannt und ganz früh für Wickede (Ruhr) zu bekommen.
2. Es gibt einmal Partner, die dazu bereit sich, sich mit großen Investitionen zu engagieren.
3. Es geht um ein einmaliges Zeitfenster von April bis Juli 2017.
4. Ich möchte vermeiden, dass jemand später sagt, von dieser Möglichkeit habe man nichts mitbekommen.
Dass es einigen manchmal reichlich Werbung war, kann ich nachempfinden. Aber damit müssen wir als souveräne Verbraucher auch bei anderen Angeboten umgehen.
Als Bürgermeister habe ich keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt ausgesprochen, auch wenn ich persönlich davon überzeugt bin. (Auch wir haben zu Hause einen Anschluss ans Zukunftsnetz gebucht). Aber mir war grundsätzlich wichtig, dass sich jede und jeder in Wickede (Ruhr) jetzt einmal mit dem Thema Internet und Glasfaser befasst. Es galt, die neuen Möglichkeiten und eigenen Interessen zu prüfen. Und alle müssen wissen, dass man in weiten Teilen Wickedes nicht irrtümlich glauben darf, irgendwann werde der Staat das schnelle Internet kostenlos vor die eigene Haustür legen...
Nun werden die Banner und Fähnchen auch eingerollt. Dafür werden sicher in einiger Zeit die ersten Minibagger anrollen...


Dank an alle, die
sich engagiert haben

Ich bedanke mich bei den vielen, die sich für dieses Projekt in besonderer Weise engagiert haben.
Dazu gehören u.a. die Multiplikatoren aus der Facebookgruppe Glasfaser für Wickede (Ruhr).
Dazu zählen viele Ratsmitglieder und Ortsvorsteher, die örtlichen Servicepartner aus dem heimischen Hande am Ort und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DG und Helinet sowie deren Geschäftsführung.
Einen besonderen Dank richte ich an Christoph Hellmann, der die Gemeinde Wickede (Ruhr) als Glasfaser-Koordinator beim Kreis Soest stets sachkundig, zuverlässig und engagiert wie ein Lotse auf den Ozean neuer Technolgien und Optionen begleitet.
Das ist gerade jetzt wieder wichtig, wenn wir mit ihm dafür sorgen wollen, dass auch Wimbern und Schlückingen, die aufgrund ihrer Struktur nicht in die Nachfragebündelung der DG und Helinet kamen, von einer kommunalen Förderinitiaitive mitbedacht werden. Alle Bürgermeister im Kreis Soest und Landrätin Irrgang haben dafür einen gemeinsamen Antrag auf Bundesförderung für die sonst langfristig unterversorgten Gebiete auf den Weg gebracht. Ich bin überzeugt, in dieser Kombination erreichen wir das derzeit maximal mögliche für unsere Heimat.
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