Schwachstellen gesucht

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Bürgermeister Martin Wächter (li.) und Sebastian Arlt (re.) stellten das neue Großprojekt der Stadt vor.
 
Robert Schneider von der beauftragten Firma Infas Enermetric erläutert noch einmal die genaue Vorgehensweise.
Menden (Sauerland): Rathausplatz | Alle städtischen Gebäude kommen unter die Lupe

„Die Verwaltung der Stadt Menden hat gerade ein Projekt in Angriff genommen, das vielleicht nicht nur am Ende Entlastung für die Kasse bringt, sondern auch als Vorbild für die Bürger dienen kann“, stellt der Beigeordnete Sebastian Arlt in einem Pressegespräch ein neues Vorhaben vor.
Alle 48 Gebäude im städtischen Besitz sollen ab sofort in einer Analyse auf ihr energetisches Einsparpotential und bedingt dadurch auf Absenkung der Energiekosten untersucht werden.
Dabei spielt die Zeit erst einmal eine untergeordnete Rolle. „Dies kann durchaus ein Jahr oder mehr dauern“, stellt Robert Schneider von der mit der Ausführung beauftragten Firma Infas Enermetric schon mal einen großen Zeitrahmen in Aussicht. „Es sind ja nicht irgendwelche x-beliebigen Immobilien“, erklärt Bürgermeister Martin Wächter. „Meist sind es Schulen, dazu Kitas und Verwaltungseinrichtungen inklusive dem neuen Rathaus.“ Diese Aufzählung zeigt die Dimensionen auf, die hier aufgearbeitet werden müssen. Da wird schon mal im Archiv nach Plänen geforscht, um eine umfassende Datenerhebung zu gewährleisten. Deshalb ist eine genaue und verlässliche Zeitvorgabe absolut illusorisch. Es soll nichts vorgegeben werden, was absehbar nicht eingehalten werden kann.
Das Projekt wird in drei Bausteine gegliedert. Erst wird ein Energiemanagement eingeführt und installiert. In dieser Stufe werden beispielsweise Energie- und Wasserverbräuche genau beobachtet und kontrolliert.
In einem weiteren Schritt folgt die Datenerhebung nach Plan und vor Ort. Eine Bedarfsberechnung, nach vereinfachtem Verfahren, bringt erste Erkenntnisse. Was für Maßnahmen sind zu ergreifen? Wo liegen Schwachstellen?
„Und da kommen viele Faktoren zusammen“, beschreibt der Fachmann Robert Schneider die Situation. „Der Zustand der Außenwände spielt eine große Rolle, gibt es Schwachstellen bei der Dämmung, auf dem Dach, an den Wänden?“ Wie alt sind die Heizungsanlagen und wie effizient arbeiten sie? Mit welchem Energieträger? Hier sollen Lücken erkannt werden. Nach der Erfassung folgen die Überlegungen: „Welche Sanierungsoptionen stehen uns zur Verfügung?“
Sebastian Arlt bringt es auf den Punkt: „Steht das Gesamtkonzept, können wir handeln.“
Auch bisher stand bei jeder Maßnahme, etwa der Einbau neuer Fenster, die Einsparung im Blick. Jedoch waren diese Ausführungen immer nur punktuell. Nun soll das große Ganze erfasst werden.
Beteiligt bei der Durchführung ist der städtische Eigenbetrieb Immobilien-Service, die Koordinierung übernimmt Michael Bush vom Klimaschutzmanagement der Stadt.
„Natürlich haben wir langfristig eine Reduzierung der Energiekosten im Blick“, betont Marin Wächter noch einmal den kaufmännischen Aspekt. Schließlich hat das Projekt eine langfristige nachhaltige Verminderung des Energie- und Wasserverbrauchs als Ziel, damit gleichzeitig eine Senkung der Treibhausemmissionen.
Erreicht werden sollen mit diesem Projekt zudem die nationalen Klimaschutzziele. Die Ergebnisse werden dafür in das im Aufbau befindliche Energiemanagement implementiert.
Im Hinterkopf hat Bürgermeister Martin Wächter aber auch die zu Beginn erwähnte Vorbildfunktion. Was im städtischen Ressort funktioniert, kann sicher auch im privaten Bereich umgesetzt werden. Dann könnten die Initiatoren mit dieser Aktion sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wäre doch schön, wenn die städtische Aktion Auswirkungen auf die Immobilienbesitzer in der Stadt hätte.
Durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wird das Programm gefördert, es sind entsprechende Mittel aufgelegt.
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