Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Angebot und Nachfrage?"

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An der Uni (ja, ja, ich hab da mal ein paar Semester Volkswirtschaft weitgehend erfolglos hinter mich gebracht) hatte ich gelernt, dass sich in einer Sozialen Marktwirtschaft Angebot und Nachfrage gegenseitig regeln.

Nun denn, wenn es danach geht, dann müsste die Zukunft von Veranstaltungen wie "Mendener Frühling", "Mendener Herbst", "Fröndenberger Frühling", "Lanferfest" (Wickede) oder "Auto und mehr" (Balve) auf Jahrzehnte gesichert sein. Denn die Besucher (= Kunden = Nachfrager) sind in großen Scharen da!
Trotzdem hängt das Schicksal dieser Stadtfeste an einem mehr als seidenen Faden - Dank der Verdi-Klagen.
Denn seien wir mal ehrlich: Wenn auch der Charakter dieser Veranstaltungen in erster Linie in Richtung "Volksfeste" geht - die verkaufsoffenen Sonntage eigentlich nur eine Art "Zugabe" sind -, so hängt ihre Durchführung doch zum großen Teil davon ab, dass die Läden sonntags öffnen dürfen. Denn das Gewerbe in den Stadtzentren besteht nun mal zum überwiegenden Teil aus Einzelhändlern. Und die stellen zum großen Teil (neben den Dienstleistern) die Mitglieder der Werbegemeinschaften.
Und die Werbegemeinschaften wiederum veranstalten ihre Stadtfeste nun einmal nicht "just for fun", sondern sie möchten daran auch etwas verdienen. Und wenn es "heute" auch nur ein Imagegewinn ist, der den Stadtfest-Besucher "morgen" als Neu-Kunden wiederkommen lässt.
Und wem das alles nicht konkret genug ist: Stellen Sie sich die Adventszeit doch einmal ohne Weihnachtsmärkte vor.
Und? Wie fühlt sich das an?
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